Die Post in der Friedrich-Ebert-Straße in Schwenningen schließt, die Postbank bleibt. Foto: Cornelia Hellweg

Die Postfiliale an der Friedrich-Ebert-Straße in Schwenningen ist bald Vergangenheit: Am 11. Juni ist Schluss, die Postbank bleibt weiter am Standort.

„Die Postbank hat sich dazu entschieden, an ihrem Standort in der Friedrich-Ebert-Straße, Villingen-Schwenningen keine Postdienstleistungen mehr anzubieten“, bestätigt ein Sprecher der DHL-Group die Information unserer Redaktion. Ab dem 11. Juli ist Schluss. Dann verbleibt am Standort das Postbank-Finanzcenter.

 

Die Deutsche Post werde dafür Sorge tragen, dass ihre Kunden vor Ort Postdienstleistungen weiterhin in gewohntem Umfang in ihrer Nähe durch die Kooperation mit einem Partner nutzen können: So wird die Postfiliale im Mühlweg 100 seit dieser Woche erweitert und erhält in diesem Zuge einen weiteren Schalter. Zudem befindet sich eine weitere Postfiliale in der Marktstraße 18. „Überdies planen wir die Eröffnung einer neuen Postfiliale im Juli“, so der Pressesprecher.

Neue Filiale im Juli

Bei den Filialen, DHL-Paketshops und Verkaufspunkten kooperiere die Deutsche Post bereits seit Mitte der 90er-Jahre erfolgreich mit Partnern, vor allem aus dem Einzelhandel. „Die Zusammenarbeit mit Partnern bringt maßgebliche Serviceverbesserungen für unsere Kunden, wie eine deutliche Erweiterung der Öffnungszeiten von durchschnittlich 18 Wochenstunden im Jahr 1990 auf heute rund 55 Wochenstunden“, heißt es. In den vergangenen Monaten hatte es in der Postfiliale an der Friedrich-Ebert-Straße immer mal wieder Probleme gegeben. Beispielsweise mussten Öffnungszeiten reduziert werden wegen Personalengpässen. Am Standort ist die Post als Mieter bei der Postbank. Dies hat nun zum 11. Juni ein Ende.

Nur drei eigene Filialen

Die Deutsche Post betreibt in ganz Deutschland laut Pressesprecher nur noch drei eigene Filialen: am Deutschen Bundestag, am Posttower in Bonn und auf der Zugspitze.

„Sonst haben wir in ganz Deutschland unsere Partnerfilialen (und Paketshops, Pack- und Poststationen) im Einsatz.“ Das Angebot von Postdienstleistungen bringe dem örtlichen Einzelhandel Frequenz und damit zusätzliche Umsätze, weil Konsumenten neben Postdienstleistungen auch zusätzliche Waren und Dienstleistungen erwerben würden.

Netz wird ausgebaut

Die Deutsche Post investiere seit vielen Jahren konsequent in den bedarfsgerechten Ausbau ihres stationären Netzes. „Mit mehr als 38 000 stationären Annahme- und Verkaufsstellen für Post- und Paketdienstleistungen bieten wir unseren Kunden heute deutschlandweit ein größeres Netz als je zuvor. Wir sind mit unseren rund 12 900 Partner-Filialen, 10 400 DHL-Paketshops, rund 13 500 Packstationen und Poststationen sowie rund 1700 Verkaufspunkten dort, wo unsere Kunden unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollen.“ Das Automationsnetz sei in den vergangenen Jahren bundesweit ausgebaut worden.

Die genauen Standorte aller Filialen, DHL-Paketshops, Briefkästen, Packstationen und Poststationen finden Kunden unter www.deutschepost.de/standortfinder. „Auch unser Onlineangebot weiten wir weiter aus, um die Nutzung von Postdienstleistungen so leicht wie möglich zu machen.“