Auch in Holzäpfelhausen hat die fünfte Jahreszeit begonnen und ihren närrischen Virus verbreitet. Bei der Schlüsselübergabe kam’s zum Schlagabtausch.
Mit der Schlüsselübergabe auf der „alt-ehrwürdigen“ Mos(ch)te auf dem Dorfplatz von Bürgermeister Peter Schumacher an Holzäpfelpräsident Michael Notheis begann auch in Dunningen die kurze närrische fünfte Jahreszeit.
Nach dem Narrenmarsch konnte der närrische Gedankenaustausch beginnen. Holzäpfel-Präsident Michael Notheis setzte den Anfang. Nach einer kurzen Begrüßung des närrischen Publikums, zu welchem auch Ehrenpräsident Martin und Ehrengilde „Chap“ gehörten, legte er los mit seinem Rapport.
„Ich wünsch euch a schöne Fasnetszeit, wo es närrisch viel z’erleba geit!“. Einige Dinge im Ort könne man sehen, einige Projekte im Entstehen. Als Beispiele nannte er den Kindergarten-Anbau, den Farrenstall sowie die neu entstehende Zunftstube. Dafür möchte er im Namen der Zunft „Dankscheee saga“. Dies gelte auch für den TSV und das DRK.
Auch das Baronenland, hier besonders die Lackendorfer letzte Ruhestätte, nahm er genau unter die närrische Lupe. Weitere Gedanken kreisten um die Streu- und Schneeräumpflicht. Als Wunsch meldete er für sich ein Büro im Rathaus an. „Die Macht im Ort, dia wechselt nun; und du kascht nint dagega tun. Regiert wird jetzt mit Witz und Spaß, tanza, singa aber mit Maß. Paragrapha streng und klei – dürfet ab heit Konfetti sei.“
Bürgermeister Peter Schumacher lobte den Holzäpfel-Chef, dass sein Programm immerhin besser als im letzten Jahr sei. Er konterte aber auch: „Manche Verei, sag ich ganz ungeniert, hond uns’re Nerva ziemlich strapaziert.“
Bauleitung an die Holzäpfel
Die Bauleitung für den Dunninger Friedhof hätte er gerne den Holzäpfeln übertragen. Zum Winterdienst machte der Schultes folgende Aussagen: „Kandel und Gehweg räumt die Gemeinde nicht, des war scho immer Bürgerpflicht.“
Trotzdem gebe er jetzt den Schlüssel ab, „froh dass ich a paar freie Tage hab“. Dem Wetter geschuldet, hielt sich der Trubel auf dem Dorfplatz diesmal in Grenzen.
Nach dem närrischen Prozedere auf dem Dorfplatz formierten sich Holzäpfelmädle, Elferrat Musikverein und eine kleine Abordnung der Holzäpfel zu einem kurzen Umzug Richtung Turn- und Festhalle. Dort herrschte umgehend unterhaltsame und närrische Stimmung mit verschiedenen Gardetänzen und weiteren närrischen Darbietungen, in deren Mittelpunkt das 120-jährige Bestehen der Holzäpfelzunft – „1906 – 2026“ stand.
Auch galt es, die Gewinner der ausgelosten Holzäpfelkleidle zu ziehen. Die närrische musikalische Unterhaltung erstreckte sich bis tief in die Nacht.