In der Offensive lief es für den HBW – am Ball Spielmacher Björn Zintel – in Ludwigshafen so gar nicht nach Plan.Foto: Eibner Foto: Schwarzwälder Bote

Durch das 22:27 in Ludwigshafen sind die Eulen auf dem ersten Abstiegsplatz der Handball-Bundesliga dem HBW bis auf einen Punkt auf die Pelle gerückt.

Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat am Sonntag den großen Befreiungsschlag im Rennen um den Klassenerhalt verpasst. Bei den Eulen Ludwigshafen unterlag das Team von Trainer Jens Bürkle verdient mit 22:27 (12:14).

Schwach in der Offensive präsentierte sich der HBW gegen eine bestens eingestellte Deckung der Ludwigshafener Eulen, die mit Hendrik Wagner (10 Tore) nicht nur den überragenden Schützen der Begegnung stellten, sondern mit Keeper Martin Tomovski einen deutlichen Vorteil auf der Torhüterposition hatten und über 60 Minuten deutlich präsenter waren als die Schwaben.

Das musste sich auch HBW-Trainer Jens Bürkle nach dem Spiel im Interview bei Sky eingestehen. "Die Eulen waren einfach besser, sie haben in den entscheidenden Momenten viele Sachen sehr gut gemacht und unser 7:6 wirklich gut verteidigt. Hinzu kamen bei uns viele Fehlwürfe aus richtig guten Positionen. Auch die Abwehr war nicht der Schlüssel. Wir haben es nicht geschafft, unser bestes Spiel zu machen, deshalb hat Ludwigshafen verdient gewonnen", so Bürkle. Die Balinger haben nach der Niederlage als Tabellen-Sechzehnter nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Eulen und damit auf die Abstiegsplätze.

Nur schwer fand der HBW am Sonntag in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle in die Partie, denn die Gäste hatten gewaltige Probleme im Abschluss und taten sich immens schwer, Eulen-Keeper Martin Tomovski zu bezwingen. Nach einem Treffer von Dominik Mappes führten die Eulen in der siebten Minute mit 4:1. Zwar setzten danach Vladan Lipovina und Tim Nothdurft zwei Tore in Serie für den HBW. Aber die Gastgeber blieben am Drücker, gaben die Führung nicht aus der Hand, weil sie das zuletzt so starke 7:6-Angriffsspiel des Bürkle-Teams bestens verteidigten.

Die Hausherren legten nach – Pascal Durak sorgte mit einem Siebenmeter für das 10:6 (21.). Immerhin gelang es dem HBW in der Schlussphase des ersten Abschnitts, den Rückstand zu verkürzen. Zur Pause lagen die Gäste nur noch mit zwei Treffern hinten (12:14). Doch auch nach dem Wechsel hinkte der HBW den Eulen hinterher, hatte nach Oddur Grétarssons 21:23 (51.) zumindest die Chance, in Schlagdistanz zu kommen, doch der unglücklich spielende Lipovina verdaddelte den Ball – Wagner legte das 24:21 nach, Durak erhöhte für Ludwigshafen auf 25:21, und damit war die Messe rund vier Minuten vor Schluss gelesen. Am Ende jubelten die Gastgeber über ein verdientes 27:22.

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