Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hatte für jeden Elfer eine „Wellness-Gugg“ – also Tüte – vorbereitet. Foto: Fritsche

Die Elfer haben zwar nicht mehr das Sagen und die Rathausschlüssel abgegeben, aber nicht ohne einen wichtigen Appell des Zunftmeisters an alle in der Stadt: Nämlich die Freude und den Schwung der Fasnet mitzunehmen für das ganze Jahr.

Lautes Heulen und Weinen näherte sich dem Amtszimmer von Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und nacheinander kommen die Elfer – im Frack und mit Zylinder – in den Raum herein. Dort machen sie erst einmal ausgiebig Gebrauch von ihren großen Taschentüchern. Die Fasnet ist vorbei und damit auch ihre Herrschaft.

 

Narrenzunftmeister Tobse Dold hielt Rückschau: „Die Fasnet ist wieder ein richtiges Gesamtkunstwerk geworden, das viele berührt hat.“ Jeder solle die Freude und den Elan in die nächste Zeit mitnehmen, gerade weil diese politisch und wirtschaftlich nicht einfach werde. „Seid also das ganze Jahre so nett zueinander wie an der Fasnet“, appellierte Dold. Auch deshalb sei die Fasnet wichtig für die Bevölkerung.

„Der Staat hat nicht nur für die Kultur und Freiheit, sondern auch für die Sicherheit zu sorgen“, erklärte Dold weiter und dankte der Polizei, der Stadtverwaltung und dem Bauhof für ihre Unterstützung und ihren Einsatz für die Sicherheit der Fasnet, an der in diesem Jahr zum Glück nichts Schlimmes passiert sei. „Nimm den Schwung der Fasnet mit für Arbeit“, appellierte er an Eisenlohr und händigte ihr den elektronischen Chipschlüssel für das Rathaus wieder aus.

Trauriger, aber harmonischer Anlass

„Wir haben mit der Schlüsselübergabe einen traurigen, aber auch harmonischen Anlass“, antwortete Eisenlohr und dankte für die „wunderschöne Fasnet“. Die sei für sie eine besondere gewesen durch ihre Teilnahme an der Da-Bach-na-Fahrt, vor der sie schon im Vorfeld viel Respekt hatte.

Wellness-Tüte vorbereitet

Eisenlohr hatte für jeden Elfer ein „Wellness-Gugg“ vorbereiten lassen, die Tee und anderes Nützliche nach dem anstrengendem Fasnetseinsatz enthielt.

Nach der Schlüsselrückgabe ist vor dem Fischessen – Dorothee Eisenlohr mit den Elfern. Foto: Birkle

Die Elfer zogen nach der Schlüsselübergabe zum traditionellen Fischessen, das im Zorbas stattfand, begleitet vom Hauptamtsleiter Christian Birkle, weil die Oberbürgermeisterin mutmaßlich Dolds Worten folgte und sich nach Verabschiedung der Elferräte auf der Rathaustreppe gleich in die Arbeit stürzte.

Die Wertung des Umzugs

Bekanntgegeben wurde vom Elferrat auch noch die Wertung des Schramberger Fasnetsmontagsumzugs. Sieger wurde der Radfahrerverein Edelweiß mit seinem Wagen „Ein Volk aus dem Norden“ vor den „Scheene Bronnerle“ aus Schönbronn mit ihrer Achterbahn und den Jungxellen Sulgen mit „Bob der Baumeister und die Ruine Dolomiti“. Platz vier belegte die Bura Clique Hinteraichhalden mit „100 Jahre Ahoi-Brause“. Den Platz fünf teilen sich die Wagenbauer Hardt mit „Après Ski“ und die Hof AG Sulgen mit „Bauen mit Pappe“.