Das Schlosstheater Unterschwandorf brachte in der ausverkauften Haiterbacher Festhalle die Komödie „Im Kloster ist der Teufel los“ auf die Bühne.
Gela Nisch, Regisseurin des Unterschwandorfer Schlosstheaters, begrüßte das erwartungsvolle Publikum in der ausverkauften Haiterbach Festhall und leitete direkt zur aktuellen Produktion des Laien-Ensembles über. Und so nahm die schwarze Komödie „Im Kloster ist der Teufel los“ ihren Lauf.
Als der korpulente Mönch Willi (Jochen Hermann) auftrat und als erstes seine Maß füllte mit dem Produkt seiner klösterlichen privaten Brauerei, kam ihm sofort der mit Rufen verstärkte Applaus entgegen. Von der anderen Seite erschien Mönch Hanno (Klaus Lörinez) in Gärtnerkluft aus seinem geheimen Garten. Willi musste sich von ihm die Kritik über seinen Bierkonsum anhören, konterte aber erfolgreich mit dem illegalen Haschisch-Anbau seines Klosterbruders.
Der wenig religiös erscheinende Tagesablauf wurde noch getoppt von Abt Tobias (Alex Nisch). Sein wunder Punkt war die übergroße Passion für weibliche Reize, die sich zunächst auf Postbotin Vera (Bea Schuster) richtete. Das irritierte nicht zuletzt Reinemachefrau Natalia (Sonja Renner).
Ein weiterer Besucher im Kloster St. Nepomuk holte Nachschub aus Hannos florierendem Garten. Der Beerdigungsunternehmer und Drogendealer Karl-Heinz (Tobias Walz) war eine gute Nebenverdienstquelle für Hanno.
Walburga Teufel soll „nach dem Rechten sehen“
Die Wende im Kloster brachte ein Brief des Kardinals.Eine Kontrollperson sollte nach „dem Rechten“ sehen. Es tauchte eine Kontrollnonne auf: Äbtissin Walburga Teufel (Susanne König). Mit lautstarker Strenge und drakonischen Maßnahmen konnte sie ihre drei abgeirrten Klosterbrüder aber nicht zur Einsicht bringen. Als alle Erziehungsversuche versagten, zelebrierte die“Super-Nonne“ die Methode der Dämonen-Austreibung. Aus dem ausgiebig geschwenkten Weihrauchfass muss aber wohl kein Weihrauch, sondern Haschischduft durch den Raum geweht sein. Dieser traf auch die Initiatorin dieser Maßnahme sehr heftig.
Sie sank ohnmächtig zu Boden. Ihr nur halbes Wiedererwachen nutzten die von ihr Traktierten aus und spielten ihr, zusammen mit dem als Bilderbuch-Teufel ausstaffierten Karl-Heinz, einen Höllentraum vor. Was Walburga Teufel noch alles erlebte, war später aus ihrem Gedächtnis getilgt. Hilde Haselhorst (Mynona Lörinz) fand endlich ihren Gatten wieder. Der gewohnte Ablauf in St. Nepomuk nahm seinen Lauf und wurde sogar durch die Wünsche von Polizistin Bärbel (Nadja Walz) noch offiziell beglaubigt.