Die Eintrittspreise für das Schlossparkbad werden ab der kommenden Saison angehoben. Foto: Archiv/Schnurr

Zum Start der neuen Freibadsaison im Mai werden die Eintrittsgelder für das Schlossparkbad erhöht. Doch es gibt auch ein paar Neuerungen wie die Dauermiete für Schließfächer und die Möglichkeit für die Abnahme von Schwimmabzeichen.

Rund 270 000 Euro für den Betrieb des Geislinger Freibads bleiben jährlich an der Stadt Geislingen hängen. Die Einnahmen über Eintrittsgelder decken nur einen Teil der Betriebskosten, in den vergangenen Jahren zwischen 40 000 und 50 000 Euro.

 

Nachdem die langjährige bewährte technische Betriebsführung durch die Stadt Balingen gekündigt wurde, setzt die Stadt wieder auf eigenes Personal, was sich laut Carola Brenner, stellvertretende Leiterin Finanzwesen im Geislinger Rathaus, auf die Personalausgaben niederschlagt. Darüber hinaus hat die Stadt infolge von allgemeinen Preissteigerungen höhere Ausgaben für Energie- und Betriebskosten.

Mit Blick auf die neue Badesaison, die im Mai beginnt, hat der Gemeinderat Geislingen die Anhebung der Eintrittspreise für das Schlossparkbad einstimmig befürwortet. Letztmals wurde der Eintritt im Jahr 2022 erhöht.

Neue Saisonkarte für Alleinerziehende mit Kindern

Eine Tageskarte für Erwachsene kostet fortan 4,50 Euro anstatt bisher 3,80 Euro. Ermäßigte Einzelkarten und Abendkarten werden von zwei Euro auf 2,50 Euro erhöht.Einzelkarten für Familien kosteten bisher 8,70 Euro, künftig zehn Euro. In diesem Zug soll es ab diesem Jahr auch vergünstigte Familiensaisonkarten für Alleinerziehende mit Kindern geben für 80 Euro. Saisonkarten für Familien steigen von 85 Euro auf 95 Euro. Erwachsene zahlen für eine Dauerkarte künftig 65 Euro anstatt 53 Euro, Kinder und Jugendliche 35 Euro anstatt 27 Euro.

Auch die Preise für die Zehnerkarten steigen: Für erwachsene von 32 Euro auf 40 Euro, ermäßigt werden 20 anstatt bisher 16 Euro fällig.

Vergleich mit anderen Freibädern

Zur Ermittlung des Kostenvorschlags habe sich die Stadtverwaltung die Eintrittsgelder für Bäder in umliegenden Städten angeschaut. Beispielsweise koste der Einzeleintritt in die Freibäder in Balingen, Haigerloch und Hechingen ebenfalls 4,50 Euro. Rottweil und das Naturfreibad in Tailfingen liegen mit fünf und sechs Euro über dem Vorschlag von 4,50 Euro für Geislingen, Rosenfeld, Oberndorf und Sulz darunter.

Die Besucherzahlen gehen seit der Coronapandemie zurück

„Seit der Coronapandemie ist der Besuch – wie in vielen anderen Bädern auch – eher rückläufig“, erklärte Brenner. Und das, obwohl das Bad 2020 mit dem Neubau des Kiosks, eines separaten Umkleidebereichs und einer neuen Toilettenanlage sowie verlängerten Öffnungszeiten für Frühschwimmer aufgewertet wurde. Jährlich verzeichnet das Geislinger Freibad zwischen Mitte Mai und Mitte September zwischen 25 000 und 30 000 Besucher.

Schwimmabzeichen

Auch in der kommenden Freibadsaison gibt es ein paar Neuerungen: Saisonkarteninhaber sollen die Möglichkeit haben, Schließfächer über den Sommer für eine Gebühr von 50 Euro dauerhaft anzumieten. Zehn Schließfächer sollen dafür reserviert werden. Außerdem soll ab der kommenden Saison im Schlossparkbad auch die Abnahme von Schwimmabzeichen durch die Fachangestellten für Bäderbetriebe angeboten werden – sofern ausreichen Personal für die Badeaufsicht zur Verfügung steht.