Unterhaltung dürfte bei diesem Turnier garantiert sein. Diesen Samstag treten lokale Promis zu einem Poloturnier mit besonderem Charme und für eine gute Sache an.
Diesen Samstag, 9. September, wird es ernst. So ernst wie ein Steckenpferde-Poloturnier eben sein kann. Die Spieler geben schon einmal einen Vorgeschmack. Die Schläge sind sicherer, das Galoppieren spritziger und auch der Schiri – OB Erik Pauly – ist schon auf seinem Steckenzebra im Einsatz.
Alle bringen Höchstleistung. Ein Steckenpferd wiehert. Es wird gesungen „Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht“ und ein Spieler will ausgewechselt werden. Nicht weil er nicht mehr kann. Sein Steckenpferd möchte sich ausruhen.
Gregor Lange und Barbie Ein besonderes hübsches Steckenpferd hat Gregor Lange aus dem Team „Donauwashington Caballeros“. Rosa mit silbernem Einhorn. „Das ist Barbie“, stellt Lange seine Stecken-Einhorn-Gefährtin vor. „Barbie ist ein Leasing-Pferd.“ Wer verleiht denn Steckenpferde oder gar Stecken-Einhörner? Lange hatte Glück: Eine der Töchter von Team-Chef Jens Reinbolz hat Barbie für das Turnier zur Verfügung gestellt.
Kai Sauser und Chara Selbes Team, anderer Spieler: Kai Sauser ist auf Chara unterwegs. „Unser schwarzer Hund heißt Chara und ist sehr flott und agil“, lautet die Erklärung für den Namen. Das Steckenpferd habe die gleichen Eigenschaften. Sieht jetzt aber nicht gekauft aus. „Das ist selbst gebastelt“, erklärt Sauser, aber nicht von ihm. „Basteln ist nicht so ganz meins“, gibt er zu. Teamkollege Seppi – auch bekannt als Sebastian Schnitzer – war eh schon am Basteln.
Jens Reinbolz und Joda Das grüne Steckenpferd des Teamchefs der „Donauwashington Caballeros“, Jens Reinbolz, hört auf den Namen Joda. Da ist wohl jemand Starwars-Fan. „Ich habe noch ein Zweitpferd, Chubaka. Sehr aufbrausend, aber auch sehr sensibel.“ Alles klar. In einem packenden Bieterverfahren hat Reinbolz seine zwei Pferde ersteigert. „Am Ende zählt Beharrlichkeit und Ausdauer – wie im Spiel eben auch“, sagt Reinbolz, grinst und fügt hinzu: „Okay, spielerisches Können braucht es auch und eine Portion Wahnsinn gehört auch dazu.“
Marcus Milbradts Pferd Marcus Milbradt ist Teamchef der „Los caballeros brillantes en sus corceles de fuego“ (die glitzernden Ritter auf ihren feurigen Rössern) und hat auch zwei Steckenpferde im Stall. Heute ist er auf Amadeus unterwegs. Sabrina hat Pause. Amadeus und Sabrina? „Hallo, ich habe zwei Töchter“, erklärt Milbradt sein Expertenwissen zu Bibi und Tina. Sabrina und Amadeus sind übrigens aus eigener Zucht. In stundenlanger Arbeit hat er alte Socken ausgestopft, herausgekommen sind Amadeus und Sabrina.
Björn Andersohns Pferd Björn Andersohn gehört zusammen mit Christian Metz zum Team „Fürstenberg Polo Club“. Andersohn lässt sein Pferd wiehern. Drückt er auf das andere Ohr ertönt ein Hufschlag. „Es gibt eben Profis und Amateure“, sagt Andersohn. Sogar eine Stoffkarotte gibt es, damit seine Steckenpferde sich stärken können. „Das ist Maharadscha. Ich habe aber auch noch ein weißes Pferd, das Sabrina heißt“, offenbart er.
Erik Paulys Zebra Der Einzige, der kein Steckenpferd hat, ist Oberbürgermeister Erik Pauly. Aber er hat ja auch eine besondere Rolle. Er ist Schiedsrichter. Dafür ist er mit seinem Steckenzebra unterwegs. „Das ist mein monochromer Freund“, sagt Pauly und muss ein bisschen galoppieren, weil das Zebra nicht stillstehen will. Monochromer Freund? Ach ja – im Film Madagaskar nennen die Pinguine die Zebras so, weil sie eben beide schwarz-weiß (monochrom) sind.
Markus Kuttruff und Takota Das Steckenpferd von Markus Kuttruff (Los caballeros) hört eigentlich auf den Namen „Bella von der Feenwiese“, doch auf dem Turnierplatz wird es Takota gerufen. Tochter Greta – Eigentümerin des Steckenpferdes – hat es getauft. „Takota hört sich aber wilder an“, erklärt Kuttruff. Genau so wie das Pferd des Schwagers, das den gleichen Namen trägt.
Markus Knöpfle und Jimmy Noch ein Markus. Der dritte im Bunde des Teams mit dem langen spanischen Namen ist Markus Knöpfle. „Das ist Jimmy“, sagt er. „Es hieß, wir sollen einen typischen Pferdenamen nehmen.“ Dabei sei eben Jimmy herausgekommen. Dafür hat Jimmy seine Mähne mit einem schicken pinken Haargummi gebändigt. Der stammt von der Tochter des Teamkollegen Wolfgang Hansel.
Das Programm
Das Steckenpferde-Poloturnier
findet im Schlosspark in Donaueschingen statt. Um 12 Uhr spielt das „CHI Connects Team“ gegen die „Donauwashington Caballeros“, um 13.15 Uhr die „Los caballeros brillantes en sus croceles de fuego“ gegen das „Fürstenberg Polo Team“. Das Finale ist um 14.15 Uhr. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis, das gilt auch für die Getränke. Alles kommt der Sternschnuppenbande in Villingen-Schwenningen zugute. Die Gäste dürfen sich gerne ein Picknick mitbringen.