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Schloss Solitude wird 250 Nicht nur ein Ort für Einsame

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Das Schloss Solitude im Stuttgarter Westen ist ein Bauwerk der späten Rokokozeit, ein Kleinod im Übergang zum Klassizismus. Mehr Fotos vom Schloss finden Sie in unserer Bildergalerie. Foto: Staatliche Schlösser

Auf eine lange Geschichte blickt das Schloss Solitude zurück. Vor 250 Jahren wurde der Grundstein des herzoglichen Lustschlosses im Westen Stuttgarts gelegt. Anlass genug, das Jubiläum mit einer Veranstaltungsinitiative in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Stuttgart - Mit einem großen Programm und neuen Ideen für das Jahr 2014 feiert das Schloss Solitude seinen Geburtstag. Vor genau 250 Jahren wurde der Grundstein des Lustschlosses auf den Anhöhen westlich von Stuttgart gelegt. Die einst glanzvolle Sommerresidenz, die der württembergische Herzog Carl Eugen von November 1763 an errichten ließ, strahlt auch ein Vierteljahrtausend später noch hohe Anziehungskraft aus. „Würden wir die Gäste zählen, die auf dem Schlossgelände spazieren gehen, dann wäre die Solitude in der Spitzengruppe der meistbesuchten Monumente der Stuttgarter Region“, sagt Michael Hörrmann. Der Geschäftsführer von Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut mit seiner Organisation 60 historische Monumente im Südwesten Deutschlands.

Das Schloss Solitude ist für Hörrmann eines seiner Lieblingsobjekte, „eines der schönsten Bauwerke der späten Rokokozeit, ein Kleinod im Übergang zum Klassizismus“. Sieben Jahre nach der Grundsteinlegung waren das Hauptschloss und die Nebengebäude fertig, umgeben von einem weitläufigen Barockgarten, von dem heute kaum noch etwas übrig geblieben ist.

Die Menschen auch tatsächlich in die historischen Gebäude zu bringen ist mit 31 000 Teilnehmern an regulären Führungen im vergangenen Jahr nur bedingt gelungen. „Bis in den Juni hinein waren wir von schlechtem Wetter heimgesucht“, erklärt Hörrmann den Besucherrückgang um 6,8 Prozent gegenüber 2012. Mit attraktiven Angeboten, über die ganze Saison verteilt, wollen die Betreiber das Jubiläumsjahr nun nutzen, wieder mehr Publikum anzulocken.

Am 15. März ist die Solitude in die „Lange Nacht der Museen“ integriert. Die Busse bringen und holen Besucher im Halbstundentakt von der Stadtmitte. Zwischen 19 und 2 Uhr werden, von Orgelmusik begleitet, spezielle Kurzführungen „Schloss Solitude bei Nacht“ angeboten. Die ansässige Akademie bietet an diesem Tag eine Werkschau ihrer Nachwuchskünstler. Zusammen mit dem Stadtmuseum Gerlingen gibt es am 27. April die Aktion „Auf der Höhe – Schloss Solitude, Schiller und die schnellen Autos“. Ausnahmsweise vorgesehen ist für diesen Tag auch die Öffnung der Kuppel, die Gästen eine atemberaubende Fernsicht garantiert. Auf den 16. Mai ist ein Jubiläumsvortrag von Eberhard Fritz datiert. Der Archivar des Hauses Württemberg spricht über „Das Schloss in der Einsamkeit – Herzog Carl Eugen und sein Jagdschloss Solitude“.

Saisonhöhepunkt soll am 15. Juni der Schlosserlebnistag sein. Unter dem Motto „Mit Glanz und Gloria“ feiert das Anwesen seinen Geburtstag mit einem Familien-Festprogramm. Eine große Modenschau ist für den 20. Juli geplant, und schließlich ist die Solitude am 14. September beim Tag des offenen Denkmals dabei.

Den Anspruch, immer wieder etwas Neues zu bieten, hat auch die Küche. Ein spezielles 250-Jahre-Menü führt Jörg Mink auf seiner Speisekarte. „Zum bezuschussten Jubiläumssonderpreis“, wie der Geschäftsführer der Schlossgastronomie das Angebot für 25 Euro bezeichnet. Ein saisonaler Wechsel der Zutaten soll das besondere Menü das ganze Jahr über begleiten.

Das Schloss als „wunderbaren Ort für große Feste“ (Hörrmann) zu nutzen, spricht sich immer mehr herum. Unternehmen mieten die Räumlichkeiten für stilvolle Firmenfeste, besonders beliebt ist das Ambiente jedoch für Hochzeiten. Hierauf hat sich die Schlossverwaltung um Gabriele Kuhn inzwischen eingestellt. Zusammen mit dem Standesamt Stuttgart wurden die Möglichkeiten für Trauungen im Weißen Saal erweitert. Einzig der Schlossname liegt für solche Anlässe in seiner Bedeutung wohl etwas daneben. Solitude kommt aus dem Französischen und steht übersetzt für Einsamkeit.

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