Auf 1025 Höhenmetern angekommen: Christoph Schug (52), neuer Direktor des Schliffkopfhotels Foto: B. Schwarz

Christoph Schug fühlt sich angekommen. Auf 1025 Höhenmetern über dem Meeresspiegel. Als Direktor des Schliffkopf-Hotels an der Schwarzwaldhochstraße.

Baiersbronn/Schwarzwaldhochstraße - Dort arbeitet er seit einem Vierteljahr hart und zielgerichtet an der Zukunft des Wellnesshotels: "Wir sind auf dem richtigen Weg", freut er sich. Auf dem Weg, das Haus neu auszurichten und gleichzeitig eine neue Gästeklientel für aktive Entspannung und Erholung im Einklang mit der Natur zu gewinnen.

Dazu sind wichtige Schritte bereits getan. Neue Onlinepräsentation, neue Vermarktungsschienen und neues Hotel-Logo. Schwachstellen sind beseitigt, das Konzept für die technische und bauliche Erneuerung steht, auch für den Ausbau der Wellnessabteilung, jetzt "Bergspa im Schwarzwald" genannt. "Das Haus hat Potenzial, wir wollen erweitern", so Schug. Im Spabereich sind neue Programmpunkte in Angebot und Behandlungen aufgenommen, darunter auch der "Privat Pool" exklusiv für Familien oder kleine Gruppen.

Bergspa, Restaurants und Terrasse sollen für alle öffnen

Das Bergspa soll auch für Gäste aus der Region wieder geöffnet werden, ebenso wie die Speiserestaurants des Hotels oder die Terrasse. Das Niveau des Schliffkopf-Hotels soll mittelfristig angehoben werden.

Trotz aller guter Voraussetzungen für einen aktiven Urlaub im Sommer wie im Winter, in Nachbarschaft zum Besucherzentrum des Nationalparks Schwarzwald, hatte das Hotel herbe Zeiten zu überstehen. Über Generationen aufgebaut von den Familien Fahrner, folgten während der Pandemie der Besitzerwechsel zu den Familien Lutzenberger und Schreiber aus Günzburg, dann ein Direktorenwechsel. Es wurde vorübergehend ruhig um den Schliffkopf.

Die Branche kennt er von der Pike auf

"Jetzt werden die Zahlen wieder besser", freut sich Schug. Mit knapp 50 Mitarbeitern ist er überzeugt: "Man kann hier etwas viel Schöneres draus machen." Daran wird gemeinsam gearbeitet, die Mitarbeiterzahl soll um etwa zehn Frauen und Männer erweitert werden. "Step by step" nennt Christoph Schug seine Strategie, in der er sich als Teamplayer versteht, der den Teams freie Hand zu eigenen Entscheidungen gibt und durchaus selbst mit anzupacken weiß.

Die Branche kennt Schug von der Pike auf. Nahe Bonn geboren und aufgewachsen, jobbte er schon als Schüler in der Küche, an der Theke und in Restaurants, lernte als Restaurantfachmann beim Fünf-Sterne-Haus Excelsior Hotel Ernst in Köln, absolvierte ein Fernstudium zum Hotelmanager, ging in die Hotelentwicklung bei Best Western und leitete zwei Best-Western-Hotels nahe Frankfurt. Dann folgte die Leitung der "Saigerhöh" in Lenzkirch, bis er im April zum Schliffkopf wechselte.

Das 70-Zimmer-Haus hatten die Investorenfamilien Schreiber und Lutzenberger im Februar dieses Jahres übernommen und führen es als Betriebsgesellschaft, ebenso wie das Traditionshotel Palmenwald in Freudenstadt, das von Direktorin Radka Titowa geleitet wird. Ganz aktuell übernahmen die Investoren nun auch das Vier-Sterne-Haus "Bayern Vital" in Bad Reichenhall.