Alle Hallen dürfen nun auch für drei Wochen in den Sommerferien genutzt werden, allerdings mit eingeschärnktem Reingungsbetrieb. Die Vereine sind also angehalten, selbst für Ordnung zu sorgen. (Symbolbild) Foto: dpa

Die Stadt Schömberg stellt ihren Vereinen gleich mehrere Hallen zur Verfügung. Der Gemeinderat hat nun eine einheitliche Regelung beschlossen, auch für die Sommerferien.

„Wieso macht man da unnötig ein Fass auf“, äußerte Schörzingens Ortsvorsteher Tommy Geiger sein Unverständnis in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

 

Auf der Tagesordnung standen die Schließzeiten der städtischen Hallen in den Schulferien.

Die bisherige Handhabe

Viele Vereine nutzen die Hallen in Schömberg für ihr wöchentliches Training. Manche Vereine setzen den Übungsbetrieb in den Schulferien freiwillig aus, heißt es in der Sitzungsvorlage. Von städtischer Seite aus sind die Hallen nur in den Sommerferien geschlossen worden. Im Herbst kam der Gemeinderat darin überein, eine klare Regelung bezüglich der Schließzeiten der Hallen zu treffen.

„Unser Reinigungspersonal besteht in vielen Fällen aus Müttern, die in den Sommerferien Urlaub nehmen möchten. Wenn Handwerkerarbeiten anstehen, legen wir diese oft bewusst in die Ferien, da diese dann den Schulbetrieb nicht stören und sie bei ihrer Arbeit auch nicht gestört werden“, erklärte Hauptamtsleiter Joachim Heppler. Außerdem ergeben sich für die Stadt weitere Gelegenheiten für Einsparungen, indem für sechs Wochen keine Reinigungsarbeiten anfallen, die Heizung komplett ausgeschaltet werden kann, die Duschen nicht benutzt werden und der Hausmeister nicht nach dem Rechten schauen muss.

Bisher keine Klagen

Bezüglich den meisten Räumlichkeiten, die von Vereinen genutzt werden, gab es von Vereinsseite bisher keine Klagen darüber, dass eine Nutzung in den Sommerferien nicht möglich ist. Dies betrifft konkret Stauseehalle, Bürgersaal, Zehntscheuer, Hohenberghalle und Gymnastikhalle. „In der Neuen Sporthalle wird jedoch immer wieder der Wunsch geäußert, das Training auch in den Sommerferien zu ermöglichen“, so Heppler. Die Verwaltung könne sich daher vorstellen, in der Neuen Sporthalle die Ferienzeit in reine Schließwochen und Wochen mit zugelassener Nutzung, aber eingeschränktem Reinigungsdienst zu unterteilen.

„Die Stadt Schömberg stellt den Vereinen in großem Umfang und vollkommen kostenfrei Hallen und Räume für den Übungsbetrieb zur Verfügung. Grundsätzlich stellt die Nutzung der Räumlichkeiten in den Schulferien kein Problem dar, der Einsatz von Reinigungskräften wird dann jeweils an den Bedarf angepasst. In den Sommerferien und über den Jahreswechsel wäre es jedoch sinnvoll die Hallen zu schließen, gegebenenfalls mit einer begrenzten Ausnahme bei der Neuen Sporthalle“, so die Stellungnahme der Verwaltung.

Halle ab den Sommerferien für Übungsbetrieb geschlossen

Ortsvorsteher Geiger sprach aus seiner Erfahrung mit Schörzingen: „Wenn wir anfangen, eine Halle offen zu lassen und die anderen nicht, starten die Diskussionen – und dann zurecht. Wenn eine generelle Regelung, dann für alle Hallen.“ Stadtrat Heiko Gerstenberger fand: „Wenn ein Verein rein will, muss er selbst reinigen. Und wenn das laut Übergabeprotokoll nicht funktioniert, dürfen sie nicht mehr rein.“

Letztlich beschloss der Gemeinderat, dass alle Schömberger Hallen ab Beginn der Sommerferien für den Übungsbetrieb geschlossen sind, allerdings in den letzten drei Wochen der Sommerferien mit eingeschränktem Reinigungsdienst öffnen. „Nutzende Vereine haben in besonderem Maße selbst auf Sauberkeit zu achten“, so die Mahnung. Diese Öffnung gilt vorerst für das Jahr 2026. Danach wird evaluiert, inwieweit die Vorgehensweise sich bewährt. In der Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 6. Januar sind alle Hallen für den Übungsbetrieb komplett geschlossen. In den übrigen Schulferien sind die Hallen grundsätzlich geöffnet, wobei der Einsatz der städtischen Reinigungskräfte an den konkreten Bedarf angepasst wird.