Die Volksbank SB-Filiale in der Roggenbachstraße 68 schließt zum Ende des Jahres. Foto: Verena Wehrle

Die Volksbank dünnt ihr Filialnetz weiter aus. Betroffen ist nun auch Schopfheim. Die SB-Filiale Schlattholz schließt. Die Folge: Weitere Wege für die Kunden.

Die SB-Filiale Schlattholz in der Roggenbachstraße 68 der Volksbank Dreiländereck schließt zum 31. Dezember. Dies bestätigt das Unternehmen auf Nachfrage unserer Redaktion. An der Filiale selbst weist ein großes Schild auf die Schließung hin.

 

Die Volksbank Dreiländereck habe ihr derzeitiges Filialnetz einer sorgfältigen Prüfung hinsichtlich Nutzung und Wirtschaftlichkeit unterzogen. Dabei spiele auch die stark zunehmende Wahl des Telefon- und Onlinebankings sowie Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Durch die wachsende Nutzung des hauseigenen Kunden Dialog Centers und des Onlinebankings ist die Nachfrage nach den Leistungen in der SB-Filiale Schlattholz sehr stark zurückgegangen“, heißt es weiter.

Auch die Sicherheit spielt eine Rolle

Neben den Aspekten Wirtschaftlichkeit und Kostenstruktur eines Standortes, seien auch wichtige Sicherheitsaspekte in die Überlegungen mit eingeflossen. „Die SB-Filiale befindet sich in einem Mehrfamilienhaus, was bei möglichen Automatensprengungen ein enormes Risiko für die Bewohner darstellt“, schreibt die Volksbank.

Die SB-Filiale befindet sich in einem Mehrfamilienhaus – mögliche Automatensprengungen bedeuten ein Risiko für die Bewohner. Foto: Verena Wehrle

Was bedeutet das für die Fahrnauer Kunden?

Das Unternehmen verweist auf die Filiale Schopfheim in „unmittelbarer Nähe“ und „nur wenige Gehminuten entfernt“, die ein breitgefächertes Angebot anbiete und mit Mitarbeitern besetzt sei. Mit dieser Filiale sei die Bargeldversorgung weiterhin sichergestellt.

Dennoch ist klar: Vor allem die Fahrnauer Volksbank-Kunden müssen künftig weitere und teilweise doppelt so lange Wege auf sich nehmen. Ein Beispiel: Wohnen sie im Umkreis der evangelischen Matthäuskirche, müssen sie statt bisher 800 Meter zu Fuß in etwa elf Minuten künftig 1,8 Kilometer in etwa 25 Minuten zu Fuß zurücklegen. Gerade für ältere und nicht mobile Kunden könnte dies zu einem Problem werden. Auf die Frage dazu, äußert sich das Unternehmen nicht.

Mit einem großen Schild weist die Volksbank Dreiländereck auf die Schließung der SB-Filiale hin. Foto: Verena Wehrle

Es ist der Bank wichtig zu betonen, dass im Rahmen dieser Änderungen keine Personaleinsparungen erfolgen werden. Denn in der SB-Filiale sind keine Mitarbeiter im Einsatz.

Vorstandsvorsitzender Günther Heck wird in der Pressemitteilung folgendermaßen zitiert: „Unsere Entscheidungen spiegeln die aktuellen Trends und Präferenzen unserer Kundschaft wider, verstärkt das Telefon- beziehungsweise Onlinebanking zu nutzen und insbesondere die kleinen Filialen seltener aufzusuchen. Die Frequenz in der SB-Filiale ist hier stark gesunken. Unsere Anpassung im Filialnetz ist daher das Ergebnis dieser Entwicklung hin zu mehr Online-Vorgängen.“

Und weiter: „Durch die Straffung unseres Filialnetzes sind wir weiterhin im gesamten Geschäftsgebiet präsent. Mit den 13 Filialen bietet die Volksbank Dreiländereck eines der dichtesten Filialnetze in der Region.“

Neben dem Onlinebanking und der VR-Banking-App sei der einfachste Weg zur Bank das Kunden Dialog Center. Hier könnten Fragen und Anliegen schnell per Telefon geklärt werden.