Die Schließung der Notfallpraxen treibt unsere Leser weiter um. Andrea Kopp aus Vöhringen meint nun, ein Antrag, wie ihn die SPD im Landtag eingebracht hat, wäre ohnehin wirkungslos.
Die SPD hat im Landtag einen Antrag eingebracht, die Kassenärztliche Vereinigung (KVBW) zur Beibehaltung der Notfallpraxen unter anderem in Oberndorf und Wolfach zu zwingen.
Selbst wenn dieser Antrag eine Mehrheit gefunden hätte, wäre er wirkungslos: Der Landtag kann die KVBW (leider) zu nichts zwingen. Ich war bei Gesprächen, Videokonferenzen und Treffen zwischen der CDU und der KVBW persönlich dabei. Es gilt immer abzuwägen, mit welchen Maßnahmen und Mitteln eine von sich sehr überzeugte Institution wie die KVBW beeinflusst werden kann.
Alle Hebel in Bewegung gesetzt
In der Abwägung einer öffentlichen Konfrontation oder ins Leere führender Anträge hat der Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordnete Stefan Teufel auf das direkte Gespräch mit allen Ebenen der KVBW gesetzt. Im Schulterschluss mit den betroffenen Bürgermeistern, dem DRK und anderen Vertretern des Gesundheitswesens, im Verbund mit anderen Landtagsabgeordneten, die ebenfalls mit Schließungen konfrontiert sind, hat er alle Hebel in Bewegung gesetzt, die KVBW umzustimmen.
Ich persönlich stimme dem Schramberger Leserbriefschreiber vom 18. März zu: Die KVBW kommt ihrem Auftrag der Organisation des Notfalldienstes wie auch der Versorgung durch zum Beispiel Kinderärzte nicht nach. Ein gutes Beispiel für verkrustete Strukturen und Reformbedarf in diesem Land, das durch den neuen Bundestag schnellstmöglich angegangen werden muss.
Andrea Kopp, VöhringenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.