Das EDV-System der Gemeindeverwaltung Schliengen soll auf den aktuellen Stand gesetzt werden.
Hintergrund ist, dass das bestehende EDV-System von Microsoft nicht mehr unterstützt wird, weshalb Sicherheitslücken drohen.
Geplant ist, unter anderem neue Computer anzuschaffen, bei denen Windows 11 bereits installiert ist. Zudem soll es ein Update des E-Mail-Servers geben und eine neue Office-Lizenz installiert werden. Kostenpunkt: insgesamt 122 000 Euro. Im Haushalt 2026 sind Mittel für die Aufrüstung des EDV-Systems eingestellt, die Verwaltung geht aber davon aus, dass es günstiger wird.
Betroffen von der Umstellung auf Windows 11 sind alle PCs der Gemeindeverwaltung und der Außenstellen. Sie sind seit Anfang 2020 in Betrieb.
Wie Ronja Schmidlin von der EDV-Abteilung im Gemeinderat erläuterte, sind die Rechner nicht leistungsfähig genug, um ohne Einschränkungen von Windows 10 auf Windows 11 umgestellt werden, weshalb Neuanschaffungen unumgänglich seien.
Leasing möglicherweise günstiger
Auf Nachfragen aus dem Ratsrund will die Verwaltung allerdings prüfen, ob sie mit einem Leasing-Vertrag für die Geräte nicht günstiger wegkommt. Schließlich seien die Rechner in zwei Jahren schon wieder veraltet, so der Einwurf. Derzeit sind für die Migration auf Windows 11 rund 37 400 Euro veranschlagt.
Weil Microsoft auch die Betreuung für den Exchange-Server, also den verwendeten E-Mail-Server, 2019 eingestellt hat und keine Sicherheitsupdates mehr bereitstellt, ist auch hierfür ein Update auf die neuere Version inklusive Datenübernahme notwendig. Die Kosten für die neue Lizenz und die Einführung sind mit 45 000 Euro veranschlagt.
Kosten sparen
Schließlich verlangt auch das Rechenzentrum wegen der Systemumstellung ein Update der von der Gemeinde genutzten Office-Systeme. Um Kosten zu sparen, schlägt die Verwaltung vor, gleich die aktuellste Version zu installieren, statt des vom Rechenzentrum verlangten Mindestmaßes an Updates durchzuführen. Auch hierbei hofft die Verwaltung, dass es günstiger als die derzeit vorliegenden Kosten von 40 000 Euro wird. Zudem will sie auf Vorschlag aus dem Ratsrund prüfen, ob es für Digitales und Server-Umstellung mögliche KFW-Förderungen gibt. Vorbehaltlich der beiden Prüfmaßnahmen stimmte der Gemeinderat den Vorhaben zu.