Nicht zuletzt der Zoll war an den Durchsuchungen in Baden-Württemberg und Berlin beteiligt. Foto: Henry Mungenast / EinsatzReport24

Bei einer Großrazzia im Umfeld von Gastronomie und Kosmetikbranche durchsuchte die Polizei Objekte in Baden-Baden, in Berlin – und im Nordschwarzwald.

Sie sollen Ausländer eingeschleust, Arbeitskräfte ausgebeutet, Steuern hinterzogen und Löhne nicht ausgezahlt haben: Diese Vorwürfe stehen aktuell gegen elf Beschuldigte aus Baden-Württemberg und Berlin im Raum. Am Donnerstagabend haben daher Ermittler bei einer Großrazzia in Baden-Württemberg und Berlin zugeschlagen.

 

Eine gemeinsame Ermittlungsgruppe des Hauptzollamts Lörrach, der Bundespolizeiinspektion Offenburg sowie des Finanzamts Freiburg-Land vollstreckte dabei 40 Durchsuchungsbeschlüsse, vier Haftbefehle und fror mehr als eine halben Million Euro ein.

Die Ermittler waren dabei nicht zuletzt auch in den Landkreisen Calw und Böblingen sowie im Enzkreis aktiv.

Wie die Staatsanwaltschaft Baden-Baden auf Anfrage unserer Redaktion bekanntgab, wurden zwei Objekte in Bad Wildbad, ein Objekt in Pforzheim und vier Objekte in Böblingen durchsucht.

Ein Verdächtiger kommt aus Pforzheim, ein weiterer aus Böblingen. Letzterer wurde festgenommen. Beschuldigte im Kreis Calw gebe es nicht.

Unternehmer der Gastronomie sowie der Kosmetikbranche

Die elf Verdächtigen seien Unternehmer der Gastronomie sowie der Kosmetikbranche.

Rund 600 Einsatzkräfte von Zoll, Bundespolizei und Steuerfahndung waren an den Einsätzen bundesweit beteiligt.

Außerhalb der Region schlugen die Beamten im Stadtkreis Baden-Baden, dem Ortenaukreis, im Landkreis Lörrach sowie im Zollernalbkreis und in Berlin zu.