Freuten sich über den gelungenen Neustart des Owinger Schlepperflohmarktes: Karl-Heinz Wannenmacher und Hans-Jürgen Stifel von den Schlepperfreunden Owingen (hinten). Foto: Kost

Zwischen dem bislang letzten Flohmarkt der Owinger Schlepperfreunde und der Neuauflage am Samstag lagen sechs Jahre Pause. Doch der Markt hatte beim Neustart keinerlei Anlaufschwierigkeiten. Sehr zur Freude der Veranstalter.

Kriegen wir das wieder hin? Kommen genügend Aussteller und auch Publikum? Mögen sich die Schlepperfreunde Im Vorfeld vielleicht solche Fragen gestellt haben, am Samstag waren alle Bedenken wie weggewischt. In der Ortsmitte zwischen Rat- und Feuerwehrhaus sowie alter Jakobuskirche herrschte bei der siebten Auflage des Schlepperflohmarktes der selbe Trubel wie früher.

 

Positives Fazit der Organisatoren

„Es war ein guter Neustart“, waren sich die Organisatoren Hans-Jürgen Stifel und Karl-Heinz Wannenmacher angesichts von rund 30 Anbietern einig. Diese hatten zum Teil Anreisen aus dem Schwarzwald, aus der Ortenau, aus dem Saarland oder aus dem bayerischen Memmingen ins Eyachtal auf sich genommen, um dort ihre Sachen anzubieten. Gut ein Drittel davon war schon bei früheren Schlepperflohmärkten präsent.

Vielfalt der angebotenen Kleinteile ist riesig

Was es alles gab, war schon erstaunlich: Von Warnlampen zum Aufstellen bei Unfällen, über alte Bedienungsanleitungen bis hin zu Lenkrädern für Traktoren. Ein junger Landwirt aus Gruol war happy, dass er zu seinen Bulldog passende Gewichte gefunden hat. „Selbst im Internet sind die deutlich teurer als hier“, freute er sich über sein Schnäppchen. Auch alte Motorräder wurden ausgestellt und es gab so gar komplette Traktoren oder zumindest Reifen zu kaufen.

Auch Bewirtungsangebot erfährt viel Zuspruch

Mittendrin der TÜV Süd mit einem Informationsstand. Die beiden Mitarbeiter hatten allerhand Fragen zu beantworten. Zum Beispiel, was zu beachten ist, wenn man ein Fahrzeug im Ausland kauft und hier zulassen will. Oder wenn es um Umbereifungen von Traktoren geht. Ein Traktor wurde sogar einer Hauptuntersuchung unterzogen – und bekam anstandslos die begehrte Plakette.

Für Bewirtung sorgten die Schlepperfreunde mit Unterstützung des Owinger Jugendvereins. Die Jugendlichen bekommen später als Dankeschön eine finanzielle Zuwendung von den Schlepperfreunden. Insgesamt waren rund 20 Helfer und Helferinnen im Einsatz. Es gab Rote Würste, Kutteln und Getränke und in der Zunftstube zudem Kaffee, Nuss- und Hefezopf.

Neuauflage 2026? Nicht ausgeschlossen

Richtig lebendig wurde es dann, als die befreundeten Schlepperfreunde aus Bühl bei Tübingen mit ihren 15 alten und neueren Traktoren und Unimogs vor ihrem Aufbruch nach Balingen einmal quer über den Flohmarkt fuhren.

Jetzt ist erst einmal Manöverkritik angesagt und dann wollen die Schlepperfreunde Owingen entscheiden, ob sie gleich nächstes Jahr wieder einen Schlepperflohmarkt organisieren. „So eine Veranstaltung ist in unserer Region schon eine einmalige Sache“, deutete Hans-Jürgen Stifel im Gespräch , dass die Chancen offenbar nicht schlecht stehen.