Diese Woche hatte Schlegel Toys noch geöffnet, nun schließt der Laden für immer. Foto: Eyckeler

Ein Aushang am Eingang des Spielwarenladens Schlegel Toys gibt Auskunft über ein anhängiges Insolvenzverfahren. Der Inhaber bedauert das Ende des Ladens.

Vor Wochen wurde bekannt, dass das Spielwarengeschäft Schlegel Toys in der Balinger Innenstadt schließen wird.

 

Am Gründonnerstag endete der Ausverkauf. Nun wird über ein Insolvenzverfahren informiert – und darüber, was mit noch nicht eingelösten Gutscheinen passiert.

Für Kunden mit solchen Gutscheinen gibt es schlechte Neuigkeiten. Aufgrund der nun geltenden Rechtslage „ist es Herrn Schlegel leider nicht mehr möglich, Gutscheine einzulösen, was alle Beteiligten wirklich sehr bedauern, am allermeisten Herr Schlegel selbst“, heißt es in einem Schreiben, das am Ladeneingang hängt.

Kunden können als Gläubiger geführt werden

Der Inhaber des Ladens könne den Unmut und Ärger darüber sehr gut verstehen, aber er könne es nicht ändern. Generell könnten betroffene Kunden sich aber melden und im Insolvenzverfahren als sogenannte Gläubiger geführt werden.

Als Familienunternehmen wurde Schlegel Toys einst gestartet. „Auch meine Schwester hat mitgearbeitet“, sagte Inhaber Markus Schlegel bereits vor einigen Tagen unserer Redaktion. Zudem waren einige Schüler im Einsatz. „Sie waren alle sehr traurig, als sie davon gehört haben, dass ich schließen muss.“

Und weiter: „Es ist kein Geheimnis: Im Einzelhandel ist es sehr schwierig, das Internet ist eine große Konkurrenz“, erklärt Schlegel die Gründe für die Schließung. Zudem habe der Drogeriemarkt Müller vergangenes Jahr in Balingen eröffnet – in geringer Entfernung. „Das hat es nicht besser gemacht.“