Der Hauchenackerweg in Bösingen wird bis zur Einmündung in die Beffendorfer Straße saniert. Foto: Weisser

Die Sanierung des Hauchenackerwegs steht bevor, doch auch in der Harzwaldstraße wird gearbeitet.

Im Zuge der Sanierung des Hauchenackerwegs lässt die Gemeinde Bösingen zusätzlich in der Harzwaldstraße die Wasserleitung verlegen und Straßenlaternen errichten.

Doch nicht nur deshalb wird die Maßnahme wesentlich teurer, als noch im Frühjahr geschätzt. Die allgemeinen Kostensteigerungen im Baubereich hätten ebenso ihren Teil dazu beigetragen, deutete Bürgermeister Peter Schuster in der jüngsten Gemeinderatssitzung an.

Es mache Sinn, so der Schultes, die Maßnahmen zu bündeln. Die Baustelle müsse nur einmal eingerichtet werden, das spare Kosten. Das Gremium entschied einstimmig, das Ausschreibungsverfahren nunmehr zu starten. Die Gesamtkosten wurden mittlerweile vom Büro Gfrörer Ingenieure errechnet und belaufen sich auf 285 800 Euro (einschließlich der Straßenlaternen).

Immerhin bekommt die Gemeinde einen Zuschuss aus dem Ministerium für Ländlichen Raum über 51 200 Euro. Der Bescheid liegt schon vor.

Bei Antragstellung war man noch von Baukosten in Höhe von 181 300 Euro ausgegangen. Haushaltstechnisch stünden Finanzmittel für die überplanmäßige Ausgabe zur Verfügung, so die Aussage der Verwaltung. Denn: Einige geplante größere Baumaßnahmen seien bisher nicht umgesetzt worden.

Gesprochen wurde am Ratstisch auch über das Zeitfenster. Theoretisch könnte frühestens im Oktober begonnen werden, sofern die Firmen mitmachten, hieß es. Der Bürgermeister dachte eher an Frühjahr 2024.

Maier drängt, Rikken warnt

Gemeinderat Josef Maier drängte darauf, jetzt Gas zu geben. „Wir schieben und schieben, wir sollten auch mal was wegbringen“, meinte er. Bob Rikken vom Ingenieurbüro Gfrörer (Empfingen) warnte: „Es wäre schlecht, wenn der Weg abgefräst ist und der Winter einbricht.“

Bei der Instandsetzung des Hauchenackerwegs (es wird an der Einmündung zur Beffendorfer Straße begonnen) kommt das mineralische Zement-Additiv „NovoCrete“ zum Einsatz. Die abgetragene Deckschicht kann auf der Baustelle recycelt und wieder verbaut werden. Es fallen somit keine Kosten für den Abtransport und die Entsorgung des Materials an.

Aufteilung der Kosten

Von den Gesamtkosten in Höhe von 285 800 Euro entfallen 163 000 Euro auf die Sanierung des Hauchenackerwegs. Für die Verlegung der Wasserleitung in der Harzwaldstraße sind 35 000 Euro veranschlagt. 30 800 Euro kostet die Installation der Straßenbeleuchtung. Baunebenkosten schlagen mit 14 350 Euro zu Buche.

Die Bauarbeiten würden mit den Anwohnern und Landwirten abgestimmt, versicherte der Schultes. Der Weg zum Marzeller Hof sei nicht in der Baumaßnahme enthalten, stellte Gotthard Mei fest. Auf dessen schlechten Zustand hatte Mei kürzlich hingewiesen.