Sandra Honigmann hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird deshalb für lange Zeit nicht zur Verfügung stehen. Foto: Blaich

Frauenfußball: Leistungsträgerin der Spvgg Berneck/Zwerenberg fällt lange aus

Als Sandra Honigmann am vergangenen Sonntag im Spiel gegen den FV Bellenberg verletzt vom Platz getragen wurde, waren die ersten Prognosen alles andere als ermutigend.

Inzwischen ist klar: Die Flügelflitzerin des Frauenfußball-Verbandsligisten Spvgg Berneck/Zwerenberg hat einen Kreuzbandriss erlitten. Die Saison dürfte für sie zu Ende sein, ehe sie überhaupt richtig begonnen hat. Auch auf Verteidigerin Jessica Großmann wird der Bernecker Coach Sascha Renz einige Wochen verzichten müssen. Sie hat sich eine Bänderverletzung zugezogen. Beide Spielerinnen standen in allen sechs bisher absolvierten Spielen in der Startelf. Da voraussichtlich auch Laura Keck wegen eines dicken Knies nicht spielen kann und zwei weitere Spielerinnen arbeits- und urlaubsbedingt fehlen, hat Renz kaum noch personelle Alternativen.

Ausgerechnet jetzt geht es zum Tabellenführer TSV Neuenstein.

TSV Neuenstein – Spvgg Berneck/Zwerenberg (Sonntag, 11 Uhr).

Bisher hat die Spvgg nur vier Zähler auf dem Konto. Wenn man die Ergebnisse jedoch genauer betrachtet, stellt man fest, dass die Schwarzwälderinnen alles andere als chancenlos waren. Drei Begegnungen verloren sie mit nur einem Tor Unterschied. Lediglich die 0:3-Niederlage beim Tabellenzweiten FFV Heidenheim war deutlich.

Die Berneckerinnen spielen inzwischen in der dritten Saison in der Verbandsliga. Bisher spielte man zwei Mal gegen den TSV Neuenstein, konnte aber noch nie auf Gegners Platz antreten, weil diese Begegnungen coronabedingt abgesagt werden mussten. Im Oktober 2019 erreichte man ein 2:2 und im September 2020 nahm das Team aus dem Hohenlohekreis mit einem 3:1-Sieg die Punkte mit.

Dass der TSV gut drauf sind, beweis er zuletzt mit einem 4:2-Auswärtssieg beim Tabellendritten TV Jebenhausen bewiesen. Eine Woche zuvor wurde der SV Musbach mit demselben Ergebnis abgefertigt.

In Angebracht der prekären Personalsituation bei den Berneckerinnen wäre es die naheliegendste Lösung, am Sonntag zuhause zu bleiben und durch eine 0:3-Wertung dem Gegner die Punkte zu überlassen. In der Verbandsliga ist ein Spielverzicht aber nicht möglich.

Die zweite Mannschaft der Spvgg hat in diesem Jahr noch zwei Spiele zu absolvieren. Am Samstag kommt es in Berneck um 16.30 Uhr zum Duell gegen den Tabellenzweiten SG Neubulach/Schönbronn und eine Woche später geht es noch zum SV Nufringen II. Danach geht es erst Ende März weiter.

Für die restlichen Spiele der Vorrunde in der Verbandsliga, die erst am 5. Dezember endet, stehen Trainer Sascha Renz somit mehr Spielerinnen zur Verfügung. Es gilt jetzt, die nächsten Wochen zu überstehen. Die Hoffnung ruht darauf, dass es im nächsten Jahr besser aussieht, wenn auch die Verbandsliga am 13. März wieder in die Rückrunde startet.