Naturwissenschaftliche Phänomene und technische Raffinessen können Kinder aktuell bei den Schlaufuchstagen im Kur- und Kongresszentrum in Freudenstadt erleben.
Kindergarten- und Grundschulkinder aus dem gesamten Landkreis nutzten am Mittwoch die Gelegenheit, die zehnten Schlaufuchstage im Kur- und Kongresszentrum in Freudenstadt zu besuchen und dort an 29 Stationen sowie in Workshops zu erfahren, was mit Naturwissenschaft und Technik alles möglich ist.
Auch am Donnerstag kann die Veranstaltung des Fördervereins der Jugend-Technik-Schule Landkreis Freudenstadt von 9 bis 17 Uhr besucht werden – am Nachmittag auch von Privatpersonen.
Schulen und Kindergärten mussten sich im Vorfeld anmelden. Als Kooperationspartner waren zahlreiche Firmen, aber auch Institutionen wie das DRK und die Landkreisschulen mit im Boot.
Riesige Seifenblasen und platzende Schaumküsse
Die Bandbreite dessen, was man bei den Schlaufuchstagen bauen, erleben oder bestaunen konnte und kann, war ausgesprochen groß: riesige Seifenblasen selbst herstellen, mit Hilfe eines Computers einen Papier-Segelflieger falten oder einen Vulkan zum Ausbruch bringen. Um Konzentration und Geschicklichkeit geht es beim „heißen Draht“, und richtig rasant wird es beim Bau eines Raketenautos. Die Welt der Vakuumtechnik wird den kleinen Besuchern schmackhaft bei Experimenten mit Schaumküssen vermittelt. Passend zur Jahreszeit gibt es außerdem die Möglichkeit, Holzlaternen zu basteln.
Das DRK vermittelt an beiden Tagen Grundkenntnisse in Erster Hilfe, mit der Übergabe einer „Erste-Hilfe-Kinderleicht“-Urkunde nach Abschluss des Workshops als Belohnung. Alles, was an beiden Tagen gebaut und gebastelt wird, können die Kinder als Erinnerung und als Anreiz, sich künftig mit ähnlichen Themen auseinanderzusetzen, mit nach Hause nehmen.
Der Rücken oder das Rücken?
Ergänzt wird das Programm durch spannende Wissenschaftsshows, bei denen Science-Entertainer Joachim Hecker kurzweilig mit Kunststoff experimentiert und dabei beweist, dass dieser sogar eine Art Gedächtnis besitzt. Unter dem Motto „Der Rücken oder das Rücken“ informieren Forst BW und Kreisforstamt unter aktiver Beteiligung der Kinder Möglichkeiten, Baumholz möglichst ohne Schäden aus dem Wald zu transportieren.
Das Gewusel war am ersten Tag im gesamten Gebäude groß. Bei der offiziellen Begrüßung freute sich Stefan Waidelich, Fördervereinsvorsitzender der Jugend-Technik-Schule, über 1735 angemeldete Kinder. Hinzu kommen alle Kinder, die an den Nachmittagen ohne Anmeldung vorbeischauen.
Waidelich machte auch auf eine Besonderheit aufmerksam: Bei den zehnten Schlaufuchstagen werden in diesem Jahr Schlaufuchs-Schlüsselanhänger an die Kinder ausgegeben, die Rebecca Tillery und Jaqueline Just – ehemalige Schülerinnen des Horber Berufsschulzentrums – entworfen haben.
Spannende Entdeckungen und jede Menge Spaß
Sein Dank galt allen Partnern und Förderern, ohne die dieses Veranstaltungsformat nicht möglich wäre, allen voran der Kreisvolkshochschule, die die gesamte Organisation übernommen hat. Waidelich wünschte inspirierende Erlebnisse, spannende Entdeckungen und jede Menge Spaß beim Forschen und Experimentieren.
Für Andreas Junt waren es die ersten Schlaufuchstage als Landrat. Als Vater von drei Kindern habe er die Schlaufuchstage jedoch all die Jahre verfolgt, sagte er. Nach der Begrüßung schloss sich ein gemeinsamer Rundgang an.