Mika Hesselmaier am Drumset in der ehemaligen Methodistenkirche Altensteig Foto: Manuel Virág

Nachwuchs-Schlagzeuger Mika Hesselmaier hat bei „Jugend musiziert“ den ersten Preis erspielt. So kam der Schüler der Altensteiger Musikschule zum Schlagzeugspielen.

Scheppernde Becken, laute Snare und eine dumpfe Bassdrum: so schallt es durch die Räume der Musikschule Altensteig. Schüler Mika Hesselmaier übt für seine Teilnahme am diesjährigen „Jugend musiziert“- Landeswettbewerb. Dabei wäre es fast ganz anders gekommen.

 

Mit gerade einmal 13 Jahren hat Mika bereits sechs Mal bei „Jugend musiziert“ teilgenommen. Mit dem Schlagzeugspielen fing der Herrenberger bereits im sehr jungen Alter an.

„Eigentlich wollte ich, dass er Blockflöte spielt“

Bereits im Kindergarten habe er an der „musikalischen Früherziehung“ teilgenommen, erinnert sich Mika. Von allen vorgestellten Instrumenten habe ihm schon da das Schlagzeug am meisten Spaß gemacht.

„Eigentlich wollte ich, dass er Blockflöte spielt“, lacht Mikas Mama. Im Endeffekt war das Drumset für den Erstklässler damals dann aber doch interessanter.

So meldete seine Mutter den Grundschüler dann doch für den Schlagzeugunterricht in der Musikschule Altensteig an.

Der Weg zu „Jugend musiziert“

Durch seinen Schlagzeuglehrer und Musikschulleiter Gregor Daszko wurde der junge Drummer 2021 auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ aufmerksam. Über die Jahre hat er schon sechs Mal bei dem Nachwuchswettbewerb teilgenommen. Seine höchste Platzierung sei bisher der zweite Preis beim Landeswettbewerb gewesen, sagt Mika.

Das will der Achtklässler mit seiner erneuten Qualifikation für den Landeswettbewerb in Waldstetten dieses Jahr natürlich toppen. Dieser beginnt bereits am 20. März, nur etwa einen Monat nach dem Regionalwettbewerb.

Dafür übt er täglich in der Schallschutz-Kabine, die sein Vater und er zuhause selbst aufgebaut haben.

Die hauseigene, selbstgebaute Schallschutz-Kabine, in der Mika ungestört üben kann Foto: Manuel Virág

Dieses Geschick beim Bauen kommt nicht von ungefähr; Mikas Vater ist nämlich Ingenieur. Auch der 13-Jährige selbst kann sich vorstellen, später mal als Ingenieur zu arbeiten.

Pläne für die Zukunft

Neben seinem Vater hat der Nachwuchsmusiker noch ein weiteres Vorbild: Den Schlagzeuger der US-amerikanischen Metalband „Metallica“ Lars Ulrich. Einmal eine eigene Band zu haben, wäre für Mika auch eine coole Sache, erklärt er.

Etwas Band-Erfahrung hat er ja immerhin schon: Mika ist aktiv im Percussion-Ensemble Herrenberg.

Mikas Drumset in der selbstgebauten Schlagzeugkabine Foto: Manuel Virág

Mit seinem angesparten Preisgeld von „Jugend musiziert“ will Mika weiter in sein Hobby investieren. Mit dem von der Sparkasse Böblingen gestifteten Geld möchte er sich ein besseres Schlagzeug und neue Kopfhörer kaufen.

Ob mit Maschinenbau oder Hardrock; Metall wird für den jungen Herrenberger also auf jeden Fall eine Rolle spielen.