Wo gerne Wanderer und Jogger ihre Fahrzeuge parken, am Parkplatz „An der Buche“, lagen am Sonntagmorgen jede Menge Schlachtabfälle. Foto: Wilfried Koch

Bürgermeister Ewald Hoffmann ist stocksauer: Wer hat da Schlachtabfälle an einem Parkplatz abgelegt und damit in Zeiten der afrikanischen Schweinepest andere gefährdet?

Eimerweise Schlachtabfälle liegen am Parkplatz „An der Buche“ Richtung Werenwag – so ist es Bürgermeister Ewald Hoffmann am Sonntag gemeldet worden.

 

„Niemand auf der ganzen Welt muss Schlachtabfälle einfach in die Natur werfen!“, echauffiert er sich. Es gebe viele Möglichkeiten, die Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen. Gerade in einer Zeit, in der Themen wie die afrikanische Schweinepest und andere Epidemien in aller Munde seien, könne das nicht sein.

Mitten im Grünen: Die Innereien geschlachteter Tiere. Foto: Koch

Immer wieder kommt es vor, dass Spaziergänger im Wald auf unansehnliche Überreste von Tieren stoßen. Häufig handelt es sich dabei allerdings nicht etwa um Fallwild, sondern um illegal entsorgte Tierkörper oder Schlachtabfälle. „Manch’ einer scheint sich nicht bewusst zu sein, dass alle toten Tiere, mit Ausnahme von Wildtieren, dem Tierkörperbeseitigungsrecht unterliegen“, betont der Rathauschef empört. Tierkörper, Schlachtabfälle und andere tierische Nebenprodukte seien ein Risiko für die Gesundheit von Mensch und Tier, wenn sie nicht fachgerecht entsorgt werden. Daher bestehe für sie eine Beseitigungspflicht – sie gilt auch für tierische Abfälle aus Hausschlachtungen.

Anzeige ist erstattet – jetzt werden Zeugen gesucht

„Den halben Sonntag auf dem Parkplatz“

Der Weg der Entsorgung sei dabei genau vorgegeben – das Amt für Abfallwirtschaft und das Landratsamt könnten darüber Auskunft geben, so Hoffmann. Wütend fügt er hinzu: „Um diese Schlachtabfälle zu beseitigen, musste ein Mitarbeiter unseres Bauhofs den halben Sonntag am Parkplatz verbringen, um aufzuräumen. In diesem Fall sei nicht nur gegen das Tierkörperbeseitigungsrecht grob verstoßen worden, sondern auch ein nicht unerheblicher Personal- und Materialeinsatz nötig gewesen.

Dem Bürgermeister stellt sich die Frage, wer die Schlachtabfälle illegal deponiert hat – und wer ihn oder sie dabei beobachtet hat. Sachdienliche Hinweise bittet er an die Gemeindeverwaltung Schwenningen zu richten unter der E-Mail-Adresse info@schwenningen.de.

Der Polizei hat Hoffmann den Vorfall gemeldet und zur Anzeige gebracht.