Bürgermeister Michael Maier hat die Gemeinderäte über den aktuellen Stand in der Kindertagesstätte informiert – in einem Raum bildet sich immer wieder Schimmel.
Über den aktuellen Stand in der KBF-Kindertagesstätte Friedrichstraße hat Bürgermeister Michael Maier die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung informiert. In einem kleinen Nebenraum war immer wieder Schimmel aufgetreten; Ursache laut einem Gutachten ist die Photovoltaik-Anlage (PV): Durch ihr Gewicht sowie Wind und Schnee haben sich Risse in den Dachziegeln, auf denen die Halterungsschienen auflagen, über Jahre hinweg gebildet, wodurch das Wasser eindrang.
Kurzfristig, so Maier, muss die PV-Anlage runter, die kaputten Ziegel ersetzt und die Anlage wieder auf das Dach gesetzt werden. 2025 Jahr soll das Dach dann umfassend saniert werden. „Das wird interessant“, meinte der Schultes – mit der Bürgerenergie-Genossenschaft Winterlingen, welche die PV-Anlage betreibt, ist er bereits in Kontakt.
Und: Die Dachsanierung könnte eventuell günstiger ausfallen; aktuell werden die Kosten zwischen 200 000 und 300 000 Euro geschätzt. Zudem soll ein Baubiologe abermals eine Luftmessung vornehmen – vorsichtshalber; über die zeitliche Umsetzung ist Maier mit dem Kita-Personal bereits im Gespräch.
Darüber hinaus sind sich die Gemeinderäte einig: Wenn die Dachsanierung umgesetzt und die PV-Anlage wieder auf dem Dach montiert wird, sollen mögliche Regress-Ansprüche vertraglich mit der Genossenschaft festgehalten werden. „Es ist schon mal passiert, es kann wieder passieren“, mahnte Roland Heck, Fraktionschef der Bürgerliste.
Alles voraussehen ist unmöglich
Zwar könne nicht alles vorausgesehen werden – man müsse aber daraus lernen. Zumal etwaige Bemühungen um Schadensersatz mit dem Argument „Das Dach ist nicht mehr im Originalzustand“ nichtig gemacht werden könnten.
Die Haftungsfrage muss laut Maier noch geklärt werden. „Eines ist aber auch Fakt: Die Kita muss sicher weiterbetrieben werden können.“ Folglich könne man nicht warten, sondern müsse in den sauren Apfel beißen und die Sache schnell regeln.
„Wir haben ein Ursachenprinzip“, meint Ratsmitglied Hermann Linder. Wenn die PV-Anlage nicht korrekt montiert wurde, gelte es, Regress-Ansprüche zu prüfen. Ebenso müsse überlegt werden, die Anlage in Gänze zu entfernen, „ansonsten entstehen Kosten, die wir nicht reinholen können“.
Auch diese Ansprüche werden geprüft, versicherte Bürgermeister Maier.