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Schiltach Unbekannte Schätze im heimischen Garten

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Monika Wurft hat sich eine kreative Idee zur Überbrückung der Corona-Krise überlegt: Sie bietet ihre Kräuterführungen online an. Mit kleinen Porträts zu den Pflanzen hilft sie den Interessierten, verschiedene Kräuter im heimischen Garten zu entdecken und erklärt, was man damit machen kann.Fotos: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Sie wachsen meist direkt vor der Haustür: Löwenzahn, Brennnessel und Gartenschaumkraut – in den heimischen Gärten gibt es im Frühjahr einiges zu entdecken.

Schiltach. Wie sie in der Küche oder als Heilmittel genutzt werden können, weiß Kräuterpädagogin und Schwarzwald-Guide Monika Wurft und gibt ihr Wissen an Interessierte weiter – in Zeiten von Corona eben online.

"Ich hatte mich eigentlich darauf gefreut, im Frühjahr wieder Führungen anzubieten, aber das ist ja zur Zeit nicht möglich", erzählt Wurft. Deswegen schreibt sie auf ihrer Homepage laufend Porträts zu Pflanzen, die aktuell in den heimischen Gärten wachsen und erklärt – ergänzt mit Bildern – wie die Kräuter zu erkennen sind und welchen Nutzen sie haben. Auch ein passendes Rezept ist jedes Mal dabei. "Hier in der Region haben wir die Natur in unmittelbarer Nähe. Die meisten haben einen Garten, eine Wiese und Blumenrabatte und freuen sich, wenn sie die Kräuter bei sich finden".

Der Austausch zwischen der Expertin und den Kräuterinteressierten finde nun per Mail statt. "Im ersten Moment war ich völlig überwältigt. Ich habe mehrere hundert Nachrichten bekommen."

Wie in den Führungen auch beantworte die Kräuterpädagogin Fragen, gebe Tipps oder verschicke weitere Bilder als Erkennungshilfe. "Ich verschenke mein Wissen gern", meint Wurft. Sowohl treue Teilnehmer ihrer Führungen, die sich schon länger mit dem Thema Kräuter beschäftigen, als auch Anfänger verfolgen die Beiträge auf ihrer Seite. "Ich habe mit einfachen Kräutern wie Löwenzahn angefangen. Verwechseln kann man natürlich alles, aber da ist es einfach einzusteigen", ist sich die Expertin sicher.

Bereits seit einiger Zeit, mit dem wachsenden Fokus auf Heimat und Natur, sei das Interesse an den Führungen gestiegen. "Viele nutzen die Regionalität aus. Wildkräuter sind nichts anderes als heimische Superfoods", so Wurft.

"Auch bedingt durch die Corona-Krise beschäftigen sich mehr Menschen damit, einfach weil sie jetzt Zeit haben." So würde nun auch viele mit ihren Kindern Kräuter sammeln und etwas damit herstellen. Außerdem sei es aus gegebenem Anlass sinnvoll, sich aus dem Garten und der Wiese zu bedienen. "Wer sich umschaut, entdeckt Spitzwegerich, Sauerampfer, Schafgarbe und Gundermann und schon hat man einen Salat beisammen, ohne einen Supermarkt aufzusuchen. Ein weiterer Vorteil: Dieser Markt hat immer geöffnet", so der Schwarzwald-Guide.

Das Interesse für Kräuter ist Wurft bereits in die Wiege gelegt worden. Ihre Mutter und Großeltern hätten viel im heimischen Garten angepflanzt. Später habe sie sich zur Kräuterpädagogin und zum Schwarzwald-Guide ausbilden lassen. Seit mehr als zehn Jahren gibt sie ihr Wissen bei den Führungen weiter und hat auch ein Buch geschrieben, das jetzt bereits in zweiter Auflage erscheint.

Mit ihren Blogbeiträge wolle sie etwas zur Bewältigung der Krise beitragen. "Mir tut es gut, rauszugehen und Kräuter zu sammeln. Bei anderen ist das sicher auch so", meint Wurft.

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