Einen Hauch Glam-Rock versprühen die Mädels von der Showtanzgruppe "Impression" und die beeindruckende Pyramide der Schuhu-Hexen begeisterte. Foto: Schmidtke

Showtanz, Guggemusik und Narretei: Buntes Programm beim Ball der Narren aus Vorderlehengericht. Zahlreiche Zünfte zu Gast.

Schiltach - Eine lustige Atmosphäre in abwechslungsreich und fantasievoll dekorierten Bereichen war am Samstag in der Friedrich-Grohe-Halle angesagt. Auf der Bühne sorgte ein knackiges Programm für gute Unterhaltung. Nach drei Jahren feierten die Vorderlehengerichter Schuhu-Hexen mit vielen Gästen einen rundum gelungenen Ball, der unter dem Motto "Festle im Fest" stand. Zahlreiche Zünfte waren dem Ruf des Schuhu gefolgt und nach Schiltach gereist, um ordentlich zu feiern.

Besonders stark waren die Gruppen aus Schenkenzell mit den Wustelegeistern, Schenkenhexen, Kobalthexen, der Tanzgruppe Impression und der Guggenmusik Dorfbätscher vertreten. Die Narrenzünfte aus Halbmeil, Aistaig, Steinach, Lützenhardt und natürlich Schiltach glänzten mit Anwesenheit und Partylust. Ebenso dabei waren die Egehaddel und die Fiechtewaldthexen aus Schiltach, und Premiere hatten die nagelneuen Schrofenhexen aus Vorderlehengericht. Ihr Unwesen trieben die St. Romaner Teufel und die Schorenhexen aus Schramberg. Weitere Wege gehabt hatten die Steinachhexen aus Mettstetten hinter sich, die Lurewiebli aus Schuttertal und die Senwig-Hexen aus Hausach.

Das Programm eröffneten die Gastgeber selbst mit einer dramatischen Aufführung ihrer Geschichte. Bald war wieder klar: Wenn Schuhu-Hexen im Saal unterwegs sind, muss man mit Federn rechnen. Auf der Bühne glänzten ihre schwarz-gelben Kollegen mit Akrobatik, indem sie eine eindrucksvolle sechsfache Pyramide stellten, für die sie eine Menge Applaus ernteten.

Unter Thomas Waldvogel hauten die "Alcaputtis" auf den Putz und fetzten schmissige Töne in die Trommelfelle. Die jungen Damen der Showtanzgruppe Impression zählen mittlerweile verdient zu den professionellsten in der Region. Unter der Leitung von Elena Schöttle stellten sie in dieser Saison einen gut abgestimmten rockigen Medley zusammen. Aufwendig war auch das Outfit mit gruftigen Glitzereffekten.

Was kostet die Welt? Das erfuhr man von der Narrenzunft Aistaig, die mit einer großen Zahl an Mitgliedern die Bühne in Beschlag nahm. Der Aistaiger Fasnetschef stellte voller Stolz die farbenprächtig bemalten Figuren seines Gefolges vor, die vom strengen Polizei-Schantle in Zaum gehalten wurden.

Mit einem ausgezeichneten Tanz beeindruckten die sportlichen Gardemädchen, bevor ein lustiger Brezelsegen den Abgang mutmaßte. Aus Tennenbronn fegte die Tanzgruppe Shoguna zu wilden Rhythmen über das Parkett.

Schließlich gab es nochmals Guggenmusik mit den Dorfbätschern, die bereits unter Reisefieber stehen. Am 13. Februar düst die Truppe zu einem Guggenmusiktreffen nach Triest los und zeigt dort der Welt, wie in Schenkenzell und Umgebung Fasnet gefeiert wird.

Derweil wurde aber in der Festhalle in Schiltach noch weit gefeiert. Fast jeder Gast wollte schließlich in das Sektbarzelt, die Schlagerbar, die Sternentheke, die Likörbar, die Almhütte und in die vielen lustigen Ecken und Winkel mehr schnuppern.

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