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Schiltach Schiltach eine von vier Modellstädten

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Achim Hoffmann (Fünfter von links) erklärt den Fachleuten einige Projekte im Sanierungsgebiet an der Schiltach. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder Bote

Bei der Fachwerktriennale 19 der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte ist Schiltach eine von vier Modellstädten in Deutschland.

Schiltach. Alle drei Jahre ziehe die Arbeitsgemeinschaft eine Zwischenbilanz des Stadtumbaus und energetischer Neuansätze in ihren Mitgliedskommunen, erklärte deren Präsident Manfred Gerner zur Eröffnung der Tagung im Rathaus in Schiltach. Die Stadt sei mit "ihrem gepflegten Fachwerk noch schöner geworden – mit dem Gasthof Adler als strahlendem Mittelpunkt".

In diesem Jahr gehe es besonders um die Verbesserung im Fachwerk in vier Modellstädten. Neben Schiltach betrachte man die Entwicklungen in Wolfhagen in Nordhessen, Bleicherode in Thüringen und Hann. Münden in Niedersachsen. Für Schiltach stellte Bürgermeister Thomas Haas die Situation der energetischen Stadtsanierung im Gebiet an Schiltach und Kinzig vor. Die Stadt nutze seit 1973 Sanierungsprogramme des Landes, um die Bausubstanz zu erhalten und weiterzuentwickeln. Im aktuellen, 8,6 Hektar großen Sanierungsgebiet liegen 191 Gebäude, davon 124 mit Wohnnutzung, 48 mit gemischter Nutzung und elf öffentliche Gebäude. Für die meisten gelten klare Einschränkungen durch den Denkmalschutz.

Zunächst habe die Stadt ein Nahwärmenetz entlang der Schenkenzeller Straße geplant, um Heizungen mit Strom und Öl zu ersetzen, und um die geplante Erweiterung am Rathaus mit Wärme zu versorgen. Allerdings sei das Vorhaben auf geringes Interesse von Hauseigentümer gestoßen; zudem haben einige ihre Häuser saniert und auf Pelletheizungen umgestellt.

Es gebe nicht nur Pläne für ein Nahwärmenetz, sondern auch ein Quartierskonzept, ergänzte Bertram Roth vom LBBW Immobilien-Management. Ziele seien eine Reduzierung fossiler Energieträger und Energieeinsparungen; außerdem wolle man die Stadtmitte aufwerten. Für die nächsten acht Jahre hoffe man, im "Land der Dichter und Dämmer" etwa 30 Gebäude mit Energie effizienter Gebäudehülle und Wärmeversorgung zu sanieren. Es seien bereits sieben Maßnahmen in privaten Gebäuden angelaufen. Weiterhin seien im Gebiet Nahwärmenetze entlang von Schenkenzeller und Bachstraße möglich.

Durch Beratung und Darstellung der Kosten steige das Interesse von Eigentümern an einer energetischen Sanierung ihrer Häuser, bekräftigte Bauingenieur Philipp Fendrich. So werde in der Altstadt von Markgröningen das geplante Nahwärmenetz deutlich erweitert. Nachdem zuerst öffentliche Gebäude und ein Ärztehaus versorgt wurden, werden nun ein Neubaugebiet, weitere private Nutzer und ein Gewerbegebiet ins Netz eingegliedert.

Neben einer effizienten Wärmeversorgung sei die Innendämmung von Häusern mit Holzfaserstoffen möglich, verwies Manfred Gerner auf das neue "Kompetenzzentrum Klimaschutz". Es biete Bauherren im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach im Taunus ein Musterhaus zur Information über zeitgemäße Sanierungskonzepte in Fachwerkhäusern.

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