Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schiltach "Nicht ganz einfache" Sanierungsarbeiten stehen an

Von

Schiltach. Die Sammelleitung Egenbach, die das Wasser der Quellen Waldbrunn und Herrenwald zum Hochbehälter Baldersäcker bringt, ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden –­ gerade wegen des unwegsamen Geländes ein kostspieliges Unterfangen.

Bürgermeister Thomas Haas sprach in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von "nicht ganz einfachen" Arbeiten – einerseits wegen der Topografie, andererseits wegen der Länge der Leitungen, die auf rund zwei Kilometern ersetzt werden müssten. Weil die rund 100 Jahre alten Stahlleitungen mit Teer isoliert seien, fielen voraussichtlich außerdem Entsorgungskosten an. Für die Maßnahme "brauchen wir ein Ingenieurbüro", sagte Haas.

Über die Ingenieursleistungen lag der Verwaltung ein Angebot des Fachbüros Eppler aus Dornstetten vor, über das Stadtbaumeister Roland Grießhaber informierte: Die Baukosten werden demnach auf 840 000 Euro geschätzt, die Ingenieursleistungen mit 110 000 Euro beziffert.

Ersetzt werden müsse unter Umständen auch die Leitung im Abschnitt vom Quellsammelschacht im Kaibachtal bis zum Hochbehälter Baldersäcker.

Rat Axel Rombach zeigte sich über die Höhe der Ingenieurskosten von 110 000 Euro verwundert: "Was macht man denn mit einer Leitung, um auf diesen Betrag zu kommen?" Grießhaber erklärte: Die Leitung müsse geplant, die hydraulischen Voraussetzungen müssten berechnet, Alternativtrassen geprüft und auch naturschutz- sowie wasserrechtliche Belange berücksichtigt werden. "Es hört sich relativ einfach an", dennoch sorgten die "unterschiedlichsten Geländetypen" in diesem Bereich für hohen Aufwand, ergänzte Haas. So sei etwa der Einsatz besonderer Baumaschinen erforderlich.

"Es hebt uns ein bisschen heraus, dass wir noch eigene Quellen haben", sagte Ratsmitglied Michael Buzzi. "Ich finde es gut, dass wir uns fast selbst mit Wasser versorgen können. Das kostet zwar etwas Aufwand, aber dafür sind wir fast autark", lobte er.

In den vergangenen Jahren habe die Stadt "einiges in die Wasserversorgung investiert", betonte auch Haas –­ beispielhaft nannte er den Bau der Ultrafiltrationsanlage, die Erschließung der Herrenwaldquelle und die Ertüchtigung des Hochbehälters in Vorderlehengericht. Zwar schlügen sich diese Investitionen auch im Wasserpreis nieder, dennoch "sind wir im Vergleich zu umliegenden Gemeinden mit diesem noch relativ gut dran", so Haas.

Was die Stadt zudem von anderen unterscheide: Zusammen mit der möglichen Abnahme von der Wasserversorgung Kleine Kinzig (WKK) "haben wir absolut keine Wassernot", freute sich der Bürgermeister – und ergänzte: "Wir haben sehr gutes und sehr weiches Wasser."

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Ingenieursvertrag für die Sanierung der Sammelleitung Egenbach an das Büro Eppler zu vergeben.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.