Die Stellfläche für Fahrzeuge der Vega-Angestellten soll Richtung Wolfach erweitert werden. Das bestehende Wohnhaus (links) wird weichen.Foto: Sum Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Vega möchte provisorische Stellfläche erweitern / Nähe zur Kinzig als besondere Hürde

Das Unternehmen Vega braucht mehr Parkplätze. Deshalb soll die provisorische Stellfläche erweitert werden – gut 200 Fahrzeuge mehr könnten auf der noch grünen Wiese künftig Platz finden. Doch die Nähe zur Kinzig ist eine Hürde.

Das Unternehmen Vega braucht mehr Parkplätze. Deshalb soll die provisorische Stellfläche erweitert werden – gut 200 Fahrzeuge mehr könnten auf der noch grünen Wiese künftig Platz finden. Doch die Nähe zur Kinzig ist eine Hürde.

Schiltach. Der Erweiterungsbau der Firma Vega am Hohenstein sei schon relativ weit fortgeschritten. In der Folge, so Hauptamtsleiter Michael Grumbach in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, "erhöhen sich die Mitarbeiterzahlen" des Unternehmens und damit auch der Bedarf an Parkplätzen.

Zwar beabsichtigt das Unternehmen nach wie vor, an der Stelle der bereits bestehenden provisorischen Parkplätze ein Parkhaus zu bauen (wir berichteten). "Aber das wird nicht so einfach gehen. Wir befinden uns dort komplett im Überschwemmungsbereich", machte Grumbach auf Schwierigkeiten durch die direkte Nähe zur Kinzig deutlich. "Da gibt es noch einige Hürden zu meistern." Deshalb sei als Zwischenschritt jetzt vorgesehen, den schon bestehenden provisorischen Parkplatz Richtung Wolfach hin zu erweitern. Das Wohnhaus direkt an der B 294 wird laut Planung abgerissen.

Erweiterung soll in zwei Bauabschnitten kommen

Insgesamt sollen 204 neue Parkplätze entstehen. Sie werden, so heißt es in der Sitzungsvorlage, in zwei Bauabschnitten realisiert – "abgestimmt auf den Abbruch des vorhandenen Wohnhauses". Weil die Fläche im Außenbereich liegt, müssen der bestehende Bebauungsplan "Grumpenbächle" von 2018 dafür erweitert und der Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden.

Zur weiteren zeitlichen Abfolge erklärte Grumbach: Nach dem Aufstellungsbeschluss der Stadt zur Änderung des Bebauungsplans, gehe "das normale Verfahren" los – sprich eine frühzeitige Beteiligung der Bürger sowie aller Träger öffentlicher Belange werde auf den Weg gebracht. Dann werde sich zeigen, wie sich die Parkplatz-Erweiterung realisieren lasse, so der Hauptamtsleiter.

Er erwarte, dass "es ähnlich läuft wie bei den schon vorhandenen Parkplätzen". Allerdings sei es dort etwas einfacher gewesen, weil die Flächen bereits entsprechend im Flächennutzungsplan eingestellt waren. "Wir müssen einfach sehen, welche Vorgaben die Behörden machen", erläuterte er.

Hauptproblem sei die Überschwemmungsgefahr. Teilweise liege die Fläche im HQ-100-Bereich, für den besondere Bauvorgaben gelten. Dadurch, dass in diesem ersten Schritt aber keine Hochbauten vorgesehen sind, "hoffen wir, dass es realisiert werden kann".

Die Gemeinderäte stimmten dem Aufstellungsbeschluss und der gleichzeitigen Änderung des Flächennutzungsplans einstimmig zu. Zudem beauftragten die Räte die Verwaltung, die frühzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit und Behören in die Wege zu leiten.

Seit Ende 2018 besteht der provisorische Mitarbeiter-Parkplatz zwischen Kinzig und Bundesstraße 294. Dort gibt es aktuell 93 Stellplätze, die rege genutzt werden. Sie waren nötig geworden, weil im Zuge der Erweiterung und der dafür nötigen Auslagerung der Betriebskantine mehr als 80 Parkplätze weggefallen waren.

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