Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schiltach "Lady in Red" ist nur ein Vorschlag

Von
35 Fotos von Angelika Bittes sind bis Ende Oktober im Treffpunkt zu sehen.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Unter dem Titel "Vier Jahreszeiten" sind im Treffpunkt 35 Fotografien und Makro-Bilder der Schenkenzellerin Angelika Bittes zu bewundern.

Schiltach. Es ist ihre erste öffentliche Ausstellung, die bis Ende Oktober dauert. Die in Oberwolfach gebürtige und seit zwei Jahren in Schenkenzell wohnende Künstlerin entdeckte ihre Leidenschaft fürs Fotografieren bereits in der Schule, weshalb sie sich dort einer Foto-AG anschloss. Mit ihrem ersten Ausbildungsgehalt kaufte sie sich 1980 eine Spiegelreflexkamera.

Während sie damals noch ihre Familie für Motive auswählte, änderte sich dies schlagartig, als die Kinder aus dem Haus waren. Fortan rückten Landschaften vor der Haustür wie der Schwarzwald, Insekten und Blumen in den Fokus. "Weil ich tagsüber in einer Firmenküche arbeite, muss ich in der Freizeit raus. Dann bin ich mit der Natur eins und kann die Seele baumeln lassen", schildert die Angestellte eines Schiltacher Unternehmens.

Weil sie sich als Technik-Freak versteht und für ein Motiv zehn verschiedene manuelle Einstellungen an der Kamera auswählt, brauche sie viel Zeit und Ruhe. Deshalb gehe sie am liebsten alleine auf die Suche nach dem besten Motiv, mit Vesper und Getränken für unterwegs.

Bis zu 600 Aufnahmen können da an einem einzigen Tag zusammenkommen. "Wenn ich davon fünf habe, die meinen Ansprüchen gerecht werden, bin ich happy", verrät sie ihre Erwartungshaltung. Bei der Auswahl, welche Fotos sie behalte, stelle sie sich immer die Frage: "Würde ich das Bild in meiner Wohnung aufhängen?"

Auf die Idee, ihre Kunstwerke öffentlich zu präsentieren – bisher stellte sie in Arztpraxen aus – hätten sie Bekannte gebracht, die von ihren Bildern schwärmten. Fotos aus dem Urlaub werden in der Ausstellung nicht zu sehen sein. "Das ist für mich Knipserei", wiegt Bittes ab.

Seit sie vor rund 15 Jahren auf Digitalfotografie umgestiegen ist, erstellt sie ihre Bilder im Dateiformat RAW. Dadurch eröffnen sich ihr mehr Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung am Computer als etwa im JPG-Format.

Obwohl sie in der Vergangenheit etliche Workshops und Kurse zur Weiterbildung besucht und sie sich weiterentwickelt hat, soll das Fotografieren weiterhin ein Hobby bleiben. Letzteres zum Beruf zu machen und davon den Lebensunterhalt zu bestreiten, wofür es viele gute Beispiele in ihrer Branche gibt, kommt für die Mittfünfzigerin nicht infrage. "Dann artet das in Stress aus und ist mit meiner Freizeit nicht mehr vereinbar", betont sie.

Gerne würde sie eine Fotogruppe gründen, um sich mit Gleichgesinnten zum Fachsimpeln zu treffen. Wer da Interesse habe, dürfe sich gerne bei ihr melden.

Beim schlendernden Rundgang durch die Räume des Treffpunkts begegnet man unter anderem der "Lady in Red" (Bittes Lieblingsbild), "Frühlingserwachen" (blühende Kirschzweige) und "Meer in Gelb" (Rapsfeld). Alle aufgehängten Bilder sind mit einem Titel versehen, zu jeder Jahreszeit gibt es ein Gedicht. Jedem Betrachter sei es vorbehalten, sich einen eigenen Titel für das Bild auszusuchen, fordert die Fotografin die Besucher auf, der Fantasie freien Lauf zu lassen.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Treffpunkt-Öffnungszeiten mittwochs, freitags und sonntags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Die Bilder können erworben werden, den Erlös spendet Bittes der Deutschen Palliativ-Stiftung in Fulda.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.