Die Gründungsmitglieder des BUND-Ortsvereins Schiltach/Schenkenzell: Jörg Wurft, Hans Wagner, Monika Wurft, Gerhard und Erika Gaiser, Uli Wieland und Otto Schäfer (von links). Rita Heintz und Hans-Kurt Rennig fehlten. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

BUND Schiltach/Schenkenzell besteht seit 25 Jahren / Im Einsatz für den Naturschutz

Von Christoph Ziechaus

Schiltach. Die Gründer der BUND-Ortsgruppe Schiltach-Schenkenzell sind auch heute noch der harte Kern in der Gruppe für Natur- und Umweltschutz. Das zeigte sich in der Jubiläumsversammlung in der "Sonne" in Schiltach.

Vor 25 Jahren war aus einem Gesprächskreis über Umweltschutz die BUND-Ortsgruppe mit neun Gründungsmitgliedern entstanden. Was Politiker bei der Steuererklärung trotz aller Ankündigungen bis heute nicht geschafft haben, das schafften die Gründer damals aus dem Stand: Das erste Protokoll des Vereins mit den Ergebnissen der Wahlen stand auf einem Bierdeckel.

Uli Wieland war der erste Vorsitzende, der aber schon bald sein Amt an Jörg Wurft abtrat. Er zeigte mit vielen Fotos, dass die 21 Mitglieder schnell Hand anlegten zur Pflege von steilen Wiesen und bei der Kunststoffsammlung. Mit einem Elektroauto fuhren sie 1991 bei der Einweihung durch den neuen Tunnel in Schiltach und verbauten später die Eingänge von Fledermausstollen mit Schutzgittern. Eine Arnikawiese in Wüstenbach wurde als Biotop gepflegt, bis heute vom Rinkenhofbauer. Inzwischen bekämpft die Ortsgruppe Springkrautflächen auf der Gemarkung der beiden Kommunen, öffnet mit Gestrüpp zugewachsene Wiesen zur Beweidung mit Ziegen und Schafen. Einen Krötenzaun an der B 294 hatte man unterhalten und an der Lehenwiese mehrere Obstbäume gesetzt. Seit 1995 organisierte die Gruppe einen Fahrradbasar und kündigt inzwischen die 21. Fahrradbörse an der Markthalle auf dem Parkplatz vor Hansgrohe für den 28. März an. An verschiedenen Märkten hat sich die Ortsgruppe beteiligt sowie an den Stadtfesten für Kinder eine Baustelle mit Holzbauklötzen eingerichtet. Zu Bebauungsplänen bezieht der BUND Stellung oder zu den EU-Wasserrahmenrichtlinien. Für die anstehenden Bauarbeiten zum Hochwasserschutz an der Kinzig hat man die Nistplätze der Wasseramseln durch Holzkästen ersetzt.

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