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Schiltach Corona-Pandemie: Ballermann-Feeling auf dem Autokino-Parkplatz

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"Almklausi" bringt die Zuschauer zum Beben –­ sie feiern vom Auto aus mit und setzen sich ins offene Fenster. Aussteigen ist wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen nicht erlaubt. Foto: Grumbach

Schiltach - Party statt Kino: Der Parkplatz der Sporthalle hat sich am Freitag in eine großen Disko verwandelt. Bei der "Autoparty" mit Künstlern wie Killermichel und Almklausi kam echte Ballermann-Stimmung auf.

Die Künstler, die sonst am Ballermann auftreten, rockten die Bühne, während das Publikum den Ton über das Autoradio empfing. In den vergangenen Wochen besuchten bereits mehr als 700 Autos das Schiltacher Autokino, an diesem Abend waren es 90.

Inoffiziellen Dresscode ist T-Shirt von Mallorca-Lokalen Bierkönig und Megapark

Der inoffiziellen Dresscode bestand am Freitag aus T-Shirts der Mallorca-Lokale Bierkönig und Megapark. Einige Besucher brachten für den perfekten Sound Baustellen-Radios mit. Manche waren von weit her nach Schiltach gereist. So fanden sich Kennzeichen aus Ludwigsburg, Freiburg, Nürtingen und Karlsruhe auf dem Platz. Eingefleischte Fans von "Almklausi" reisten sogar aus Schwäbisch Gmünd an, nachdem sie über Social Media auf die Autoparty aufmerksam geworden waren.

Die Frage "Schiltach, seid ihr gut drauf?" wurde mit lautstarkem Hupkonzert und Warnblinkern quittiert. Der Veranstalter dankte allen Mitwirkenden und der Stadt Schiltach für die Unterstützung. Zum Auftakt heizen DJ Arena und DJ MK Events dem Publikum mit gängigen Mallorca-Hits ein, bevor der Newcomer Sancho seine Bühnenpremiere feierte. Er sang von "Sauftouristen" auf Mallorca und würdigte auch die Fahrer, die an diesem Abend nüchtern bleiben mussten mit einem Titel.

Die Künstlerin "Kessy Blue" fragte sich, wieso Ryan immer zu spät kommt. Begleitet von einem Gitarristen aus der Combo von Andrea Berg besang die Künstlerin die "Mallorca-Liebe". Special Guest DJ Robin, der sonst auf dem Cannstatter Waser für Stimmung sorgt, stattete der Schiltacher Autoparty ebenfalls einen Besuch ab. Künstlerin "Minnie Rock" sang von "Unterhopfung" und coverte bekannte Party-Hits. Sie sang dabei auch von den berühmten drei Worten "Hol mal Bier".

So war zu beobachten, dass bei der fünfstündigen Party auch Sandwichtoaster über ein Stromaggregat und Lichterketten im Auto zum Einsatz kamen. Auch die Polizei schaute an diesem Abend vorbei, hatte aber nichts zu beanstanden.

Als "Killermichel" die Bühne stürmte, war die Stimmung nicht mehr zu bremsen. Mit seinen Hits "Auswärts sind wir asozial" und "Als Fußballer gescheitert, an der Theke ein Star" brachte er das Publikum zum Grölen. Selbst der Künstler hatte bei seinem Auftritt "absolutes Gänsehautfeeling". Im Interview berichtete er, dass er aufgrund der Corona-Krise derzeit von einer Veröffentlichung eines neuen Songs absehe und sich mit seinem zweiten Standbein, dem Verkauf von Olivenöl, über Wasser halten könne. Er habe mitten aus der Après-Ski-Saison abreisen müssen.

Für Almklausi ist Krise "ein Schlag ins Gesicht"

Für den Sänger Almklausi, der bereits seit 15 Jahren im Geschäft ist, war die Corona-Krise "ein Schlag ins Gesicht". Er habe die Zeit jedoch genutzt, Ruhe zu suchen und Zeit mit seinem Sohn zu genießen. Zu Anfang hatte auch er Autokinos belächelt, hat jedoch schnell gemerkt, dass die Leute "hungrig sind, Spaß zu haben". Die "überdimensional extreme Stimmung" bestärke ihn darin, alles richtig gemacht zu haben. Diesen Gefallen tat der "Mama Lauda"-Interpret auch den Schiltacher Fans. Der Sänger habe nichts anderes erwartet, weil die Leute im Schwarzwald "Fasnet kennen" und daher alle seine Songs aus voller Kehle mitsingen könnten. Dies stellten sie mehr als einmal unter Beweis.

So wurde das Autodach eines mitgereisten Fans aus Rastatt kurzerhand zur Bühne erklärt. La-Ola-Wellen wurden aus den Autofenstern mitgemacht und Pyrotechnik sowie eine Feuershow gezündet. Die Fans wippten in ihren Autos mit Leuchtstäben, die der Veranstalter spendierte, im Takt und Fan-Fahnen wurden geschwenkt. Für Künstler und Fans fühlte sich das Ganze wie eine große Familienfeier an und man hatte nicht den Eindruck, im beschaulichen Schiltach zu sein, sondern mitten auf Mallorca. "Almklausi" fragte bereits an, ob er im nächsten Jahr nicht wieder nach Schiltach kommen dürfe.

So ging eine ausgelassene Party zu Ende und der Platz war nur wenige Minuten nach Veranstaltungsende geräumt.

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