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Schiltach BBS soll in zwei Jahren profitabel sein

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Tyrol Equity AG und ein Co-Investor übernehmen das Geschäft des insolventen Felgenherstellers. Foto: dpa

Schiltach - Nach der Insolvenz wollen die neuen Inhaber den Felgenhersteller BBS innerhalb von zwei Jahren wieder in die schwarzen Zahlen führen.

Die verbliebenen 340 Arbeitsplätze seien gesichert. „Langfristig wollen wir die Mitarbeiterzahl sogar wieder aufstocken“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Beteiligungsgesellschaft Tyrol Equity, Stefan Hamm, der Nachrichtenagentur dpa in Schiltach. Allerdings werde man nicht den Fehler machen, BBS erneut auf einen übertriebenen Wachstumskurs zu lenken.

Damit sei das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren schon zweimal in die Insolvenz gegangen. „Wir wollen ein kontinuierliches, moderates Wachstum“, sagte der Manager. BBS ist traditionell spezialisiert auf teure Aluräder für große Premium-Autos. Diesen Fokus wollen Tyrol Equity und Co-Investor Udo Wendland noch schärfen und sich ganz auf große Räder mit mindesten 18 Zoll Durchmesser konzentrieren. Bislang hatte BBS schon günstigere Räder ab 16 Zoll im Sortiment. Außerdem hatte sich das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren zweimal bei dem Versuch verhoben, in den Massenmarkt vorzustoßen.

Von den einst 1200 Mitarbeitern verloren im Zuge der beiden Insolvenzen 850 ihren Job. Trotz dieser turbulenten Jahre hätten die wichtigsten Kunden das Vertrauen in BBS nicht verloren, sagte Wendland. „Die Kunden sind nicht weggerannt. Das zeigt, dass sie das Produkt sehr schätzen.“ Porsche als wichtigster Kunde im Erstausrüstergeschäft habe BBS immer die Treue gehalten. Bei BMW als zweitwichtigstem Kunden sei im Moment noch etwas „Überzeugungsarbeit“ nötig.

Die österreichische Beteiligungsgesellschaft Tyrol Equity und Wendland als Privatinvestor haben die beiden wichtigsten BBS-Geschäftsfelder, das Erstausrüstergeschäft und das Geschäft im Tuning- und Zubehörmarkt übernommen. Beide Bereiche erwirtschafteten 2011 einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro. Die Motorsport-Sparte führt der japanische Konzern Washi Kosan unter dem Namen BBS in Haslach im Kinzigtal (Ortenaukreis) weiter. Tyrol Equity sei kein Finanzinvestor, der mit einem Unternehmen schnell Profit machen und es dann wieder verkaufen wolle, betonte Hamm.

Hinter der Gesellschaft steht Christoph Gerin-Swarovski, ein Erbe des Kristallglas-Herstellers Swarovski, mit seinem Privatvermögen. Außerdem seien die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich und die Hypo Tirol Bank mit je einem Drittel investiert. Geld von externen Investoren werde nicht eingeworben. „Es geht uns darum, BBS langfristig wieder aufzubauen“, betonte Hamm. „Wir sind ja nicht angetreten, um möglichst schnell weiterzuverkaufen. Unser Ziel ist es, über die Dividende langfristig Geld mit dem Unternehmen zu verdienen.“ Für 2012 gehe es aber zunächst darum, den Umsatz auf dem Vorjahresniveau von rund 60 Millionen Euro zu halten.

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