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Schiltach Ausfälle sorgen für schwieriges Jahr

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Bürgermeister und Vorsitzender Thomas Haas (von links) lobte die Arbeit von Geschäftsführerin Silke Boschert, Heimleiter Uli Eßlinger und Sozialstationsleiterin Claudia Hettich. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Langzeiterkrankte, Schwangerschaften und Kündigungen: Der Betrieb des Gottlob-Freithaler-Hauses ist in diesem Jahr durch einige Mitarbeiterausfälle geprägt gewesen, die aber durch Mehrarbeit der Belegschaft kompensiert werden konnten.

Schiltach (lh). In der Hauptversammlung der Sozialgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell dankte Vorsitzender Thomas Haas dem Team, das in einer schwierigen Zeit hervorragend zur Stange gehalten habe. Alle Abteilungen hätten mit Personalengpässen zu kämpfen gehabt und es sei gewiss kein einfaches Jahr für die Mitarbeiter gewesen.

Die seit einem halben Jahr beschäftigte Geschäftsführerin Silke Boschert informierte über erfolgreiche Pflegesatzverhandlungen mit den Kassen. Die Entwicklung der Geschäftszahlen in 2019 könnten mit denen von 2017 verglichen werden, "sind aber nicht ganz so gut wie im Superjahr 2018". Der Überschuss falle gegenüber 2018 vor allem deshalb schmäler aus, weil viele Anschaffungen getätigt wurden.

Die Belegung der Tagespflege sei sehr schwankend gewesen. Das Sorgenkind bleibe die Sozialstation mit einem Fehlbetrag von rund 44 000 Euro. Unter anderem sei der Krankenstand von Mitarbeitern ein Grund gewesen, weshalb kurzfristig externe und deshalb teure Arbeitskräfte eingestellt werden mussten.

Nach Auskunft von Heimleiter Uli Eßlinger sind alle stationären Plätze belegt, täglich erhalte er Anfragen. Auch die barrierefreien Wohnungen seien ausgebucht. Die Verweildauer betrage im Schnitt zwei Jahre, das Durchschnittsalter der Bewohner liege bei 84 Jahren. Deutlich gestiegen von 9640 Nutzungen in 2018 auf aktuell 15 560 sei das Angebot Essen auf Rädern, womit die Küche voll ausgelastet sei. Der Speiseplan sei auf regionale Produkte umgestellt worden und komme gut an. Durch ein neues Software-Programm sei Aufregung in die Buchhaltung gekommen. "Seit Juni stimmen die Zahlen wieder", versicherte Eßlinger und sprach von einer Summe von 60 000 Euro für die Umstellung auf einen neuen Server. Andererseits gab es im Haus sechs Wasserschadenfälle. Ärgerlich sei, dass nicht alle versichert gewesen seien. Vor Kurzem habe die Einrichtung neue Möbel erhalten. Die Investition sei aber nur möglich gewesen, weil man von der Klaus-Grohe-Stiftung eine Spende von 35 000 Euro erhalten habe. "2019 war ein hartes Jahr. Wir wären oft aufgeschmissen gewesen, wenn nicht alle so zusammengehalten hätten", bekräftigte Eßlinger. Auch Sozialstationsleiterin Claudia Hettich berichtete von einem hohen Ausfall an Mitarbeitern. In den kommenden Jahren würden mehrere langjährige Mitarbeiter in Rente gehen. Es sei schwierig, neues Personal zu finden. Wie jedes Jahr sei die Abteilung wieder vom medizinischen Dienst geprüft worden und habe die Bestnote 1,0 erhalten. "Das ist für uns der beste Beweis, dass wir gut dastehen", urteilte Hettich. Das niederschwellige Angebot werde nach wie vor stark nachgefragt. In der Nachbarschaftshilfe gebe es eine steigende Nachfrage.

Laut Ulrike Stein ist der Treffpunkt vor allem im Winter mit 70 bis 80 Belegungen stark ausgelastet. Das Angebot reiche durch alle Generationen. "Es gibt nur wenige Tage, an denen nichts los ist. Wir haben mehr als 30 Ehrenamtliche. Das ist eine stolze Zahl und sie bringen Ideen ein", bilanzierte Stein. 2020 feiert der Treffpunkt sein 25-jähriges Bestehen mit einem Fest.

Finanzier Gerhard Daniels wies für das Geschäftsjahr 2018 einen Rekord-Überschuss von rund 245 000 Euro aus. Größter Ausgabenteil (77 Prozent) waren die Personalkosten von circa 3,9 Millionen Euro für 150 Voll- und Teilzeitbeschäftigte. Die Schulden wurden um 170 000 Euro getilgt und betrugen Ende 2018 noch 1,11 Millionen Euro. 14 Verstorbenen und drei Kündigungen standen zwei Neueintritte gegenüber, wodurch die Mitgliederzahl auf 373 sank.

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