Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schiltach Auf Floß die ganze Donau hinab?

Von
Stehen Rheinschwimmer Andreas Fath (rechts) und Flößer Thomas Kipp vor einem neuen Abenteuer?Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder Bote

"Für sauberes Wasser ist keine Anstrengung zu groß", waren sich Andreas Fath und Joachim Umbach einig bei der Vorstellung ihrer Projekte zur Reinigung der Flüsse in der Hansgrohe Aquademie in Schiltach.

Schiltach. Andreas Fath plant nach seinen Schwimmtouren in Rhein und im Tennessee River im nächsten Jahr die Donau bis zum Mündungsdelta am Schwarzen Meer zu durchschwimmen.

In etwa zwei Monaten will der Hochschulprofessor aus Furtwangen die 2857 Kilometer schwimmen und dabei immer wieder Wasserproben nehmen. Die Donau transportiere jeden Tag etwa vier Tonnen Plastik bis zu ihrer Mündung und in ihrem Wasser seien mehr Plastikpartikel zu finden als Fischlarven.

Ganz aktuell prüften die Flößer in Schiltach die Möglichkeit, den Schwimmer mit einem Floß zu begleiten und dabei Wasserproben zu nehmen. Thomas Kipp erklärte, es sei grundsätzlich möglich mit einem Floß etwa von Kelheim aus zumindest einen Teil des Unternehmens zu begleiten. Aber Andreas Fath und die Flößer stehen mit ihrer spontanen Idee erst ganz am Anfang der Planungen.

In diesem Sommer haben sich erstmals drei Flößergruppen in Schiltach, Haslach und Zell an dem Projekt "Rhine Cleanup" beteiligt, hob Initiator Joachim Umbach hervor. Seit 2018 "erobert die Idee Europa", an einem Tag im Jahr die Rheinufer von der Quelle bis zur Mündung von Müll zu befreien.

Schon bei der Premiere im Sommer 2018 hatten 10 000 Freiwillige in 56 Kommunen aus fünf Ländern zwischen Alpenrhein (CH) und Konstanz über Mainz und Düsseldorf bis nach Rotterdam (NL) den Müll an den Ufern eingesammelt und sachgerecht entsorgt. Im vergangenen Jahr sammelten doppelt so viele Helfer aus 113 Kommunen 170 Tonnen Unrat und dazu "als Warmup" 140 000 Zigarettenkippen. Als Schirmherren unterstützten drei Umweltministerinnen aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz und der Umweltminister aus Baden-Württemberg die Aktion.

In diesem Jahr gab es zwar zunächst viele Absagen und Auflagen, aber dennoch sammelten bei 400 Cleanups 35 000 Helfer 320 Tonnen Müll an den Ufern. Erstmals sammelten auch 80 Gruppen an der Mosel und 50 an der Ruhr insgesamt 70 Tonnen Unrat; auch an der Kinzig beteiligten sich Azubis von Hansgrohe an der Aktion neben weiteren Helfern an den erwähnten Orten.

Im nächsten Jahr sollen Cleanups an kleineren Nebenflüssen sowie an Lahn, Main und Neckar von regionalen Initiativen organisiert werden; erstmals wird sich die bayerische Stadt Lindau am Bodensee beteiligen. Aktive räumten dabei oft den Dreck anderer auf, aber sie könnten damit eine Änderung des Bewusstseins bewirken, sich über ihren gemeinsamen Erfolg freuen und sicher die Welt ein Stück schöner machen.

Artikel bewerten
1
loading

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.