Schulleiter Georgios Mpouras und Daniel Speidel von der Firma Gebrüder Frei haben die Vereinbarung unterschrieben. Foto: Huber Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Schillerschule Onstmettingen und Firma Gebrüder Frei kooperieren künftig

Die Schillerschule und die Onstmettinger Firma Gebrüder Frei machen künftig gemeinsame Sache. Die Kooperation haben sie nun mit einer Partnerschaftsvereinbarung festgeschrieben.

Die Schillerschule und die Onstmettinger Firma Gebrüder Frei machen künftig gemeinsame Sache. Die Kooperation haben sie nun mit einer Partnerschaftsvereinbarung festgeschrieben.

Albstadt-Onstmettingen. Ziel der Kooperation ist es, die Schüler bei der Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen die Vorteile einer Dualen Ausbildung aufzuzeigen. Mithilfe von Präsentationen in eigener Sache wird das Onstmettinger Unternehmen die Schüler über Ausbildungsangebote und den beruflichen Alltag informieren; vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind sowohl virtuelle als auch Aktionen in Präsenz geplant. Auch Betriebsführungen für Lehrer- und Schülergruppen, Coaching fürs Vorstellungsgespräch sowie Praktika für Schüler im Rahmen der Berufsorientierung sind angedacht. Ferner könnten Mitarbeiter der Firma Gebrüder Frei den Schülern im Unterricht Fachthemen aus der Praxis näher bringen. Mindestens einmal im Jahr soll ein gemeinsames Strategiegespräch der Kooperationspartner stattfinden, in dem über künftige Schwerpunkte der Kooperation beraten wird.

Die Zusammenarbeit findet laut Daniel Speidel, Personalleiter und Mitglied der Geschäftsleitung, in zwei Bereichen statt. Zum einen gehe es um Wissenstransfer – die Theorie soll in die Praxis überführt werden. "Schule soll von den Schülern nicht als sinnlose Quälerei empfunden werden, und dafür müssen sie verstehen, dass das, was sie in der Schule lernen, sie auch in der Praxis weiterbringt."

Das zweite Anliegen ist die Berufserkundung. "Die Schüler brauchen Orientierung und Unterstützung bei der Berufswahl", erklärt Lehrerin Kathrin Keller – sie, ihre Kollegin Natalie Muller und Schulleiter Georgios Mpouras sind auf der Schulseite für die Ausgestaltung der Zusammenarbeit zuständig. Infolge der Corona-Krise hätten viele Schüler nur einen Bruchteil der vorgesehenen Praktika absolvieren können und fühlten sich nun sehr unsicher bei der Berufswahl, berichtet Keller. Mit Hilfe der Partnerschaft soll nun Versäumtes nachgeholt werden.

Die Partnerschaftsvereinbarung unterschrieben Schulleiter Mpouras und Speidel. "Die Zeit war reif dafür." Mit im Boot sitzt außerdem die IHK Reutlingen, die Kooperationen zwischen Betrieben und Schulen mit der Kampagne "Wirtschaft macht Schule" unterstützt. Sie war vor Ort durch Ida Willumeit vertreten – die Leiterin des Ausbildungsmarketings moderierte eine Diskussionsrunde, in der die Verantwortlichen von Schule und Unternehmen die in Verbindung mit der Kooperation geplanten Aktivitäten erläuterten.