Mit einer schillernden Lichterschau ist die 25. Chrysanthema zu Ende gegangen. Das Programm am Familientag und am zweiten verkaufsoffenen Sonntag sorgte erneut für eine brummende Innenstadt.
Das Wetter hat zum Finale nicht so ganz mitgespielt. Aber wenn eine Stadt im Herbst blühen will, dann gehört Hochnebel im November eben dazu. Die Arrangements der Chrysanthema mit dem Motto der „Blühenden Meisterwerke“ und das Kulturangebot am Samstag und am Sonntag haben für eine mehr als nur lebendige Innenstadt gesorgt.
Am Samstag gehört das Varieté Circolo aus Freiburg seit Jahren fest zum Familientag. Der Waldkindergarten des Vereins Flitzebogen hat, auch das seit Jahren, einen festen Platz im Innenhof des Rathauses I. Neben dem Stockbrot im Tipi und einer Schmiede, wo der Blasebalg von Kinderhand betätigt wurde und vielen anderen Angeboten für Kinder gab es zum Finale eine Ausstellung. Diese zeigte, was dort in den vergangenen 20 Jahren geboten wurde.
Am Abend heizte Malaka Hostel, ebenfalls aus Freiburg, auf der Bühne des Marktplatzes kräftig ein. Ein sehr eigenwilliger Stil, der deutsche Texte, die eigentlich als Schlager gelten, mit fetzigem Reggae unbekümmert mixte, zog etliche Fans und auch Besucher an, die noch einmal das Flair der Blumenschau in der Blauen Stunde erleben wollten.
Viel Zuspruch für den Auftritt des kanadischen Sängers Morgan Finley
Am Sonntagnachmittag eröffnete Morgan Finley aus Kanada den Konzertreigen auf dem Marktplatz. Mit dem Auftritt des Sängers will die Stadt auch an den Abzug der Kanadier vor 30 Jahren erinnern. Auftritt und Zuspruch der Besucher zeigten, dass die Verbundenheit weiter besteht. Die Band Rockit wärmte die Besucher am späten Nachmittag auf, bevor es am Abend auf dem Rathausplatz mehr als kuschelig wurde. Die Lichtshow auf der Bühne war ein krönender Abschluss und ein brillanter Ersatz für das Feuerwerk, das es früher zum Finale gab. Ein Vorteil hat die Lichtshow: Ohne Pyrotechnik bleiben die Farben bis zum Ende gut sichtbar. Die Bilder des Feuerwerks waren am Ende, wo es besonders prächtig leuchten sollte, durch den Qualm alles andere als brillant.
Zum Abschluss gehörte auch der zweite verkaufsoffene Sonntagnachmittag der Lahrer Werbegemeinschaft. Die Frage, ob nun das Angebot, am Sonntag in der Lahrer City zu shoppen oder der letzte Tag der Chrysanthema für eine sehr Lebedinge Innenstadt sorgte, ist so sinnvoll wie die Frage, ob nun Huhn oder Ei zuerst da waren. Es ist aber immer erstaunlich, wie schnell das rege Treiben, zu dem die Blumenschau die Besucher um die Mittagszeit in die Stadt lockt, mit der Öffnung der Läden zum Gewimmel vor allem auf der gesamten Marktstraße führt.
Eine erste Bilanz zogen Irene und Günther Heck, die in den vergangenen zwei Wochen mit ihren Drehorgeln zum Stadtbild beigetragen hatten. Das Wetter sei ganz gut gewesen. Sie waren nur ein, zwei Tagen aufgrund der Kälte nicht so lange auf der Chrysanthema. Mit der Lichtshow und einem letzten Gruß von Chrysanthemenkönigin Birgit I. sowie von OB Markus Ibert ist die 25. Blumenschau bunt und schillernd zu Ende gegangen.
Stadt zieh Bilanz
Ein Fazit zur 25. Chrysanthema werden OB Markus Ibert aus Sicht der Stadtverwaltung und Lahrer Handelsvertreter am heutigen Montag ziehen. Sie haben für den Nachmittag zu einer Pressekonferenz eingeladen. Unsere Redaktion wird berichten.