Die Bautätigkeit auf dem Gelände ist das große Projekt in der Gäugemeinde, das die Ortsmitte gravierend verändert und völlig neu nutzbar macht. Wir haben mit Bürgermeister Stefan Feigl über den aktuellen Stand der Bauarbeiten gesprochen.
„Es läuft gut momentan, wir sind im Plan“, so das grundsätzliche Fazit der Rathauschefs. Am 8. Dezember 2022 starteten mit dem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten für die öffentlichen Gebäude, die Kindertagesstätte mit Wohnungen und das Bürgerzentrum mit der Mediathek. Heute stehen die Rohbauten der beiden prägenden Baukörper. Sie vermitteln bereits einen Eindruck von der künftigen Nutzung und geben eine Ahnung von den endgültigen Abläufen in der neuen Ortsmitte, auch wenn das Areal bisher noch von Bauzäunen dominiert wird.
Nur wenige Wochen Arbeitspause
„In der vergangenen Woche wurde die PV-Anlage auf dem Dach der Mediathek montiert, in der kommenden Woche passiert das auf dem Kita-Dach“, sagt Feigl und betont, dass zeitgleich auch mit Hochdruck daran gearbeitet wird, die Dächer endgültig dicht zu machen vor dem Wintereinbruch. Der Einbau der Dachfenster wurde vergangene Woche abgeschlossen. Der Rathauschef rechnet mit einer Arbeitspause von etwa Mitte Dezember bis Mitte Januar 2024, eventuell wetterbedingt und auch den Feiertagen geschuldet. In der kommenden Woche soll die Versorgungszentrale der Kita an das Gas-Blockheizkraftwerk angeschlossen werden, von dort werden beide Gebäude mit Wärme und Strom versorgt. Der Anschluss der Mediathek ist bereits erfolgt.
Sehr viel Koordinationsarbeit auf der Baustelle notwendig
Auf der großen Baustelle mit gleichzeitig mehreren dort arbeitenden Unternehmen ist sehr viel Abwägungs- und Koordinationsarbeit von der Bauleitung gefordert, um Leerlaufzeiten zu vermeiden, macht Feigl deutlich und betont auch hier, dass dies zur Zufriedenheit der Verwaltung bestmöglich gelingt. Einmal wöchentlich findet dazu eine Besprechung von Bauleitung und Verwaltung zur engen Abstimmung statt. Aktuell untersucht der Statiker die Friedhofsmauer, die ziemlich instabil ist. Hier gilt es eine Lösung zu finden, denn die Mauer wird integriert in die Freianlagen mit Freitreppe zur Kirche hin und der Rampe, die später den Weg hoch auf die Friedhofsebene erschließt.
Gemeinderat muss weitere Arbeiten vergeben
Gefragt nach einer Kostenübersicht zum jetzigen Zeitpunkt, wo diese bei so manchen Bauvorhaben exorbitant steigen, hat Feigl sogar Positives zu berichten: „Der Rohbau ist entgegen dem Trend etwas günstiger geworden.“ Über alle bereits ausgeführten und bisher vergebenen Gewerke, das sind rund 70 Prozent der gesamten Baumasse, zeichne sich eine moderate Kostensteigerung zwischen zehn und 15 Prozent im Vergleich zur Kostenberechnung beim Baubeschluss im Juni 2022 ab, so der Schultes. In seiner nächsten Sitzung am 23. November wird der Gemeinderat die Gewerke Trockenbau, die Gipserarbeiten innen und Schlosserarbeiten vergeben.
Investor für Betreutes Wohnen ist derzeit zurückhaltend
In Sachen Betreutes Wohnen und Baubeginn durch den externen Investor gibt es nichts Neues zu berichten, sagt Feigl. Die Verantwortlichen zeigten sich zurückhaltend derzeit und warten noch ab. Der Bauantrag für dieses Gebäude wurde grob für Anfang 2024 avisiert.
Öffentliche Gebäude sollen im Herbst 2024 fertig sein
Die endgültige Fertigstellung der beiden öffentlichen Gebäude ist für den Herbst 2024 geplant. Sollten nicht noch gravierende Verzögerungen eintreten, zum Beispiel dass sich Materiallieferungen länger verzögern, ist das auch einzuhalten. „Unser Plan war von Anfang an, dass Kita und Mediathek fertig und nutzbar sind, wenn das neue Wohngebiet Mittelfeld III bebaubar ist“, so Feigl. Laut Planung soll die Erschließung des Baugebiets Ende 2024 abgeschlossen sein. Derzeit gehen die Arbeiten dort vier bis sechs Wochen schneller voran als der Zeitplan vorsieht.