Anfang März startet der nächste Neulingskurs der hiesigen Schiedsrichtergruppe. Obmann Markus Teufel über das Format, die Situation der Gruppe und was er sich von den Profis wünscht.
„Die Durchführung eines Neulingskurses ist für uns sehr wichtig, da wir jedes Jahr Nachwuchs benötigen, um die Schiedsrichterzahlen innerhalb unserer Gruppe zumindest stabil zu halten. In der Regel verlieren wir jährlich eine ähnliche Anzahl an Schiedsrichtern, wie wir neu ausbilden. Hinzu kommt, dass viele unserer älteren Kameraden immer älter werden und nach wie vor viele Spiele leiten.“
Diese Sätze stammen von Markus Teufel, Obmann der Schiedsrichtergruppe Nördlicher Schwarzwald. Teufel weist auch auf folgendes hin: „Um auch künftig alle Spiele – im Jugend- wie auch im Aktivenbereich – so besetzen zu können, wie wir uns das vorstellen, ist die Gewinnung und Ausbildung neuer Schiedsrichter unerlässlich, was aktuell nicht durchgängig möglich ist.“
Es sind also auch die Vereine gefordert, dieser Problematik entgegenzusteuern. Zumal sich der Kurs 2026 in einem neuen Gewand gibt: So gibt es auch Termine, die online stattfinden. „Uns war es wichtig, das Kursangebot so niederschwellig wie möglich zu gestalten, mit nur wenigen Präsenzterminen an zwei Wochenenden“, erklärt Teufel. Es sei ein erster Versuch mit diesem Format, womit man möglichst vielen Kandidaten die Chance geben wolle, teilzunehmen.
Festakt zum Jubiläum
Teufel, selbst natürlich auch noch „an der Pfeife“, zählt Vorzüge der Aufgabe als Schiedsrichter auf: „Interessierte erhalten eine fundierte Ausbildung, werden persönlich begleitet und übernehmen früh Verantwortung auf dem Sportplatz. Der Schiedsrichterdienst ermöglicht zudem eine flexible Einteilung, persönliche Weiterentwicklung sowie einen wichtigen Beitrag für den Fußball in der Region.“ Innerhalb der Gruppe werde zudem auch viel für die Kameradschaft getan – in diesem Jahr gibt es zum zehnjährigen Jubiläum der Gruppe einen großen Festakt.
Für die demnächst anstehende Rückrunde bereiten sich natürlich auch die Schiedsrichter vor. Vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs werde es noch Schulungen geben. Teufel erläutert: „Dabei gehen wir die wesentlichen Themen erneut durch und versuchen, möglichst einheitliche Linien vorzugeben, was naturgemäß nicht immer einfach ist. Dennoch blicken wir zuversichtlich in die Rückrunde, auch wenn es aufgrund der Tabellensituationen zu intensiveren Spielleitungen kommen kann.“
„Verschiedene Welten“
Anders als im Profibereich steht keine Unterstützung durch den VAR zur Verfügung. Nicht nur deshalb sind der Amateur- und Profibereich aus Teufels Sicht „zwei verschiedene Welten“. Trotzdem sagt er: „Umso wichtiger ist ein Appell an Profis und Bundesligavereine, einen fairen und respektvollen Umgang vorzuleben, da sie eine wichtige Vorbildfunktion für Jugendmannschaften und den gesamten Amateurbereich haben.“
Die Termine des Kurses
In nur 15 Tagen kann man im März zum Schiedsrichter werden. Termine Los geht es am 2. März mit einem Infoabend, der online stattfindet. Am 7. und 8. März gibt es dann einen Präsenzblock im Sportheim des SV Glatten. Am Montag, 16. März folgt wieder eine Online-Veranstaltung, ehe am Samstag, 21. März, wieder in Glatten geschult wird. Die Prüfung findet dann am Folgetag ebenfalls vor Ort statt.