Der SC Lahr (hier gegen Kuppenheim am Ball) mischt im Aufstiegskampf weiterhin gut mit. Foto: Künstle

Ohne Kapitän Konstantin Fries hat der SC Lahr beim VfR Hausen gewonnen. Nicht nur die Schlussphase war aufregend. Auch zwei Tätlichkeiten erregten die Gemüter.

Verbandsliga: VfR Hausen - SC Lahr 3:4 (1:3). Die Kicker von der Dammenmühle haben in einem wilden Ritt in Hausen die Oberhand behalten. Dominik Kaufmann traf früh zur Führung, die Shqipon Bektasi per Strafstoß egalisierte. Dann ließ Larsen Naletilic einen Doppelpack folgen und Lahr ging mit einem 3:1-Vorsprung in die Pause.

 

Mit dem Tor zum 4:1 durch Nico Schumacher schien die Partie entschieden, doch Muhammed Aslan und Ergi Alihoxha brachten die Hausherren in der Schlussphase noch auf 3:4 heran. Der SC Lahr hält durch den erneuten Sieg den Anschluss an Spitzenreiter Teningen.

In Hausen kam es zu einem Novum: Erstmals in dieser Saison kam SCL-Kapitän Konstantin Fries nicht zum Einsatz. Der Flügelspieler saß die komplette Spielzeit lang auf der Bank. Im Heimspiel gegen Elzach-Yach war er nach seinem Tor ausgewechselt worden. Im Vorfeld der Partie in Hausen hatte Trainer Sascha Schröder berichtet, dass der Lahrer Kapitän noch Einschränkungen im Oberschenkel spüre, die Chance auf einen Einsatz aber da sei. Für Fries reichte es nicht und der SCL hat die Gewissheit, auch ohne ihn gewinnen zu können.

Die Partie in Hausen war emotional aufgeladen. „Der Elfmeter gegen uns war kritisch. Bektasi ist im Strafraum in Richtung Auslinie unterwegs und fädelt dann ein. Wenn man es sehr wohlwollend sieht, kann man das noch unter clever gemacht verbuchen“, so Schröder im Gespräch mit unserer Redaktion.

Keine zwei Meinungen hätte es jedoch bei zwei Tätlichkeiten des Gegners geben dürfen, die beide nicht vom Schiedsrichter geahndet wurden. „Leon Bross bekommt einen Schlag ins Gesicht und hat danach Nasenbluten. Zudem wurde Moritz Bandle zwischen die Beine getreten. Das hat wirklich jeder gesehen – außer das Schiedsrichtergespann“, kritisiert Schröder. Er hält lobend fest, dass sich sein Team von der aufgeladenen Atmosphäre allerdings nicht anstecken ließ. „Wir haben die Kontrolle behalten. Nur die Schlussphase war wild, weil wir die zwei Gegentore aus dem Nichts bekommen. Da wussten wir gar nicht, wie uns geschieht“, sagt Schröder.

SC Lahr: Leptig; Stopp, Sö. Zehnle (90.+6 Giedemann), Naletilic (73. Lehmann), Gießler (66. Keita), Bandle (89. T. Müller), Bross, Allgaier, Kalt, Gutjahr, Kaufmann (82. Schumacher).

Tore: 0:1 Kaufmann (4.), 1:1 Bektasi (18./FE), 1:2 Naletilic (25.), 1:3 Naletilic (41.), 1:4 Schumacher (84.), 2:4 Aslan (86.), 3:4 Alihoxha (88.).