„100 Songs“ heißt das Stück, das 25 Heimschul-Schüler an zwei Abenden auf die Bühne gebracht haben. In ihm werden gewohnte Strukturen aufgelöst.
Das Stück von Roland Schimmelpfennig beinhaltete sämtliche Möglichkeiten für die Protagonisten. Eine Gruppe von Männern und Frauen unterschiedlichen Alters, alle in Schwarz gekleidet, sind an einem Bahnsteig versammelt und steigen in den Zug. Alle haben sie gerade eine Melodie im Kopf. Zusammen sind es 100 Songs.
Die Uhr am Bahnsteig macht Tick-tack, bis eine Bombe hochgeht und viele Menschen in den Tod reißt. Jeder hat sein eigenes Schicksal. Die Stunden vor dem Knall sind Gegenstand des postdramatischen Stücks von Schimmelpfennig, der versucht hat, darin gewohnte Theaterstrukturen aufzulösen. Die Kontinuität von Raum und Zeit wird aufgelöst und auch die Rollenzuteilungen ändern sich im Laufe des Stücks.
Für die Theater AG an der Heimschule war es eine große Herausforderung das Stück einzustudieren. Die Probetage fanden auf Schloss Ortenberg statt. Sie wurden vom Freundes- und Förderkreis der Heimschule finanziert. Marc Rothenhäusler hatte die große Uhr gebaut. Die Licht- und Soundtechnik führte Max Trotter. Regie führten Sandrine Remmeau, Marvin Günther und Daniel Kunz.