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Schenkenzell Mehrere Neuerungen am Friedhof

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Im mittleren und oberen Bereich des neuen Friedhofteils sollen auch Urnenrasengräber angeboten werden.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Der Trend zur Urnenbestattung nimmt auch in Schenkenzell zu. Der neue Friedhofsteil soll daher im oberen Bereich so überplant werden, um jederzeit die Bestattungswünsche erfüllen zu können.

Schenkenzell. Im Juli hatte der Gemeinderat beschlossen, für die Überplanung ein externes Büro zu beauftragen (wir berichteten). Um keine Zeit zu verlieren, hatte Bürgermeister Bernd Heinzelmann zwischenzeitlich dem Büro Siegmund und Winz in Schömberg, das ein Angebot eingereicht hatte, den Auftrag erteilt. Dadurch lag dem Gemeinderat nun bereits ein Entwurf vor.

Formal stimmte das Gremium der Planungsvergabe zum Preis von 6580 Euro als Folgeauftrag für die erste Planung zu. Letztere beinhaltete die Umgestaltung des unteren Bereichs im neuen Friedhofsteil, die nach Meinung des Bürgermeister Charme habe.

Wie er informierte, habe sich Planerin Ilse Siegmund Friedhöfe in Nachbarkommunen angeschaut und deren Lösungen in den Entwurf eingearbeitet.

Die große Unbekannte bestehe darin, dass die Belegungszeiten vorhandener Gräber bis zu deren Räumung zwar feststünden, bei Familiengräbern für Angehörige jedoch die Möglichkeit einer Verlängerung bestehe.

Werner Kaufmann urteilte, die Überplanung brauche einen langen Atem von 15 Jahre bis 20 Jahre. Da die Tendenz zur Urnenbestattung gehe, stelle sich die Frage, wie viel Fläche dafür benötigt werde. Wie in 20 Jahren, so Heinzelmann, das Bestattungsgesetz aussehen werde, wisse niemand. In manchen Ländern stehe die Urne auf dem Sims in der Wohnung oder im Garten.

In den vergangenen 15 Jahren habe sich die Urnenbestattung in Schenkenzell verdoppelt und nehme einen Anteil von rund 60 Prozent der Beisetzungen ein. Er sei überzeugt, wenn die Kommune künftig auch Urnenrasengräber anbiete, werde dieser Bedarf zunehmen. Dennoch müsse weiter Platz für Erdrasengräber mit Sargbestattung vorgehalten werden, um Handlungsspielraum zu besitzen. "Beide Möglichkeiten sollten wir bald anbieten können und nicht erst in 20 Jahren", forderte der Bürgermeister und stieß auf Zustimmung.

Für Stefan Mäntele war es wichtig, den Bedarf von Bestattungsformen bei Nachbarkommunen abzufragen, "um nicht ins Blaue zu planen". Weitere Vorschläge von Räten zur Verfeinerung des Entwurfs wird Heinzelmann an die Planerin weiterreichen.

Willi Intraschak betonte, dass in früheren Sitzungen auch über einen Neubau einer Aussegnungshalle zur Aufbahrung der Leichen im Sarg gesprochen worden sei. Damals, erinnerte sich der Bürgermeister an seine Zeit als Hauptamtsleiter, habe es die Überlegung gegeben, eine solche im Nebengebäude des Pfarrhauses einzurichten. Allerdings sei der Kirchengemeinderat davon nicht begeistert gewesen. Da schon länger kein Pfarrer mehr im Gebäude wohne und wohl auch in Zukunft nicht, könne das Gespräch mit dem Kirchengemeinderat wieder aufgenommen werden, sagte Heinzelmann.

Da die Kommune bislang Urnenrasengräber nicht anbietet, muss die bestehende Friedhofsatzung geändert werden. Außerdem ist eine Gebührenneukalkulation erforderlich, die von der Verwaltung derzeit erstellt wird.

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