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Schenkenzell Mars-Mission: Gerät im Heubachtal getestet

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Das Innenleben der Sonde, die künftig auf dem Mars die Bodenbewegungen messen soll. Foto: CNES

Schenkenzell - Die Mars Insight Mission soll die ersten Aufzeichnungen von Marsbeben liefern. Die Weltraumrakete für die Mission wurde am Samstag auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien gestartet. Mit an Bord der Raumsonde ist ein Spezial-Seismometer, dessen Schwestergerät im Black Forest Observatory (BFO) Schiltach im Heubachtal getestet wurde.

"Principal Investigator" der Insight-Mission Bruce Banderdt vom Jet Propulsion Laboratory JPJ/CalTech in Kalifornien und eine Gruppe Wissenschaftler vom Centre National d’Études Spatiales in Toulouse unter der Leitung von Nicolas Verdier waren für den Test ihrer Gerätschaft nach Schenkenzell gereist.

Mit dem Seismometer sollen Marsbeben aufgezeichnet werden, um Rückschlüsse auf das Innere des Mars ziehen zu können: Wie groß ist der Kern? Ist er flüssig oder fest? Wie mächtig ist die Marskruste?

Die Messwerte dafür liefert ein Instrumentenpaket aus sechs Seismometern, drei kurzperiodische für Schwingungen bis 100 Hertz (Einschlag eines Meteoriten zum Beispiel) und drei breitbandige für Schwingungen bis zehn Hertz. Damit lässt sich zum Beispiel auch der Einfluss des Marsmonds Phobos auf die Gezeiten messen, der Schwingungen in sechsstündigen Perioden bewirkt. "Mit jeweils einem Dreier-Set lässt sich die Bodenbewegung in der vertikalen und in zwei horizontalen Richtungen erfassen", erläutert Rudolf Widmer-Schnidrig vom BFO. Nachdem vor einem Jahr im BFO bereits zwei kurzperiodische Seismometer getestet wurden, geht es beim laufenden Test um eines der Breitband-Seismometer.

Zunächst installierten die Wissenschaftler in der Messkammer das Mars-Seismometer und die daran mit vielen Kabeln angeschlossenen Auswertungselektronik, um beides rundum mit einer silbernen Folie luftdicht zu verpacken, um sich der trockenen Marsatmosphäre anzunähern. Auf der gleichen Bodenplatte wurden dann zwei große und zwei kleine klassische Seismometer installiert. Für die Vergleichbarkeit der Messdaten wurde alle mit Laserhilfe exakt nach Norden ausgerichtet.

Wellenschlag zu erkennen

Der Anschluss an die Rechner klappte reibungslos: Schon nach Sekunden zeigten die superempfindlichen Geräte auf dem Monitor die Wirkung der Wellenbewegung der Nordsee auf den Erdboden, was sich von dort bis in den Schwarzwald und weiter fortpflanzt. "Am BFO haben wir exzellente Messbedingungen: Die Bodenunruhe ist besonders gering und wir betreiben Seismometer, deren Daten zu den rauschärmsten im globalen Vergleich gehören", erklärt Widmer-Schnidrig.

Habe man die Messwerte des Mars-Seismometers und der vier klassischen Seismometer in der Messkammer, dazu später die Messwerte vom Mars, ließe sich das von den Geräten erzeugte elektronische Eigenrauschen aus den Ergebnissen besser herausrechnen. Besonders relevant für die Seismometer auf dem Mars, auf deren Messwerte es ankommt. "Denn unser Ziel ist eine Karte des Marsinnern", erklärt Banderdt.

 
 

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