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Schenkenzell Lebensretter mehr denn je gefragt

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Bürgermeister Bernd Heinzelmann (rechts) und DRK-Bereitschaftsleiterin Alexandra Storz (von links) mit den geehrten Mehrfachblutspendern Karl-Philipp Schmid (25 Spenden), Martha Demattio (75), Daniel Hauer (25), Andreas Wöhrle (10), Franz Hauer (75), Fridolin Armbruster (75) und Michael Armbruster (25)Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatssitzung haben Bürgermeister Bernd Heinzelmann und DRK-Bereitschaftsleiterin Alexandra Storz acht Mehrfachblutspender mit Urkunden und Geschenken geehrt.

Schenkenzell. Wie der Bürgermeister bedauerte, müsse pandemiebedingt auf den sonst üblichen Handschlag verzichtet werden. Seine Dankbarkeit und jene der vielen Personen, denen mit einer Blutspende das Leben gerettet worden sei, fielen deshalb nicht minder stark aus.

Leben retten, Krankheiten heilen und lindern seien Argumente, die Blutspenden so wichtig machten. Durch das Coronavirus und die damit verbundene Angst vor einer Ansteckung sei die Zahl der Spender dramatisch zurückgegangen. Derzeit könne die Spendenbereitschaft mit den Pegelständen von Bächen und Flüssen verglichen werden: "Besorgniserregend nieder, wir sind quasi kurz vor einem Blutnotstand", wusste der Bürgermeister und stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Schiltach-Schenkenzell.

Daher sei es umso bedeutsamer, Personen zu ehren und zu würdigen, die bisher mehrfach Blut spendeten, dies auch weiterhin tun wollen und andere ermuntern, ihnen nachzueifern. "Gerade jetzt ist Blutspenden eminent wichtig. Neben Corona kommt die alljährliche Sommerflaute hinzu. Wenn die Leute im Urlaub sind, wird traditionell weniger zur Blutspende gegangen", räumte Heinzelmann ein und blickte fragend in die Runde: "Wer weiß eigentlich, was mit seinem gespendeten Blut geschieht?". Damit das Blut verwendet werden könne, müsse es aufbereitet werden. Es werde gekühlt in eines der DRK-Zentrallabore gebracht, in denen es auf Krankheiten wie Hepatitis B und C und HIV untersucht werde. Anschließend würden die Konserven zentrifugiert und in die einzelnen Bestandteile zerlegt.

Das Blutplasma schwimme ganz oben, die roten Blutkörperchen unten und dazwischen tummelten sich weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Nach der Zentrifugation erfolge das Auftrennen der Blutbestandteile in unterschiedliche Beutel. Danach würden die Beutel mit dem Plasma tiefgefroren und gehen für mehrere Monate in Quarantäne, bevor sie an die Krankenhäuser abgegeben werden.

Die Aufbereitung ermögliche es, dass jeder Patient genau die Komponenten erhalte, die er benötigt. "So kann mit einer Blutspende bis zu drei Patienten geholfen werden", schilderte der Bürgermeister und appellierte an die Politik: "In der Notsituation wäre es sinnvoll, derzeit von der Spende ausgeschlossene Bevölkerungsteile zur Blutspende zuzulassen, sofern es medizinisch vertretbar ist".

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