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Schenkenzell Kleine Aussegnungshalle ist geplant

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Im oberen Friedhofsteil soll neben neuen Bestattungsangeboten auch eine kleine Aussegnungshalle gebaut werden.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Die Umgestaltung des Friedhofs Schenkenzell mit neuer Aussegnungshalle wird rund 200 000 Euro kosten. Sie kann situationsbedingt nur etappenweise geschehen, was der Gemeinde finanziell entgegenkommt.

Schenkenzell. Schon wiederholt hatte der Gemeinderat über die Fortsetzung der vor Jahren begonnen Umgestaltung des neuen Friedhofteils beraten und diskutiert. Einer der Hauptgründe war, dass auch in Schenkenzell die Urnenbestattung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat und inzwischen bei einem Anteil von 56 Prozent liegt. Außerdem will man neuen Bestattungswünschen offen gegenüberstehen und flexibel reagieren können.

Nachdem das Ratsgremium den Planungsauftrag an die Landschaftsarchitekten Siegmund und Winz aus Balingen vergeben hatte, stellte Planerin Ilse Siegmund den mittlerweile zweiten Entwurf in der jüngsten Ratssitzung vor. Sie habe versucht, bisher geäußerte Wünsche aus dem Gremium einzuarbeiten. Durch mehr geschwungene Wege und akzentuierte Plätze mit Ruhebänken werde die traditionelle Reihenstruktur aufgebrochen. Im hinteren Teil des Friedhofs habe sie einen überdachten Aussegnungsplatz mit Quellschale und Sitzbank als alternative Räumlichkeit geplant, in dem Trauerfeiern im kleineren Rahmen abgehalten werden könnten. Allerdings sei dort kein Platz vorgesehen, um Särge aufzubahren, schilderte Siegmund.

Bei der Überplanung habe sie den Bedarf der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Ausgehend von 2000 Einwohnern, 65 Prozent Feuer- und 35 Prozent Erdbestattungen würden künftig 16 Grabstätten pro Jahr benötigt. Mit neuen, pflegeärmeren Grabarten als Rasengräber für Urnen- und Erdbestattung, soll ein neues Angebot vorgehalten werden. Da man nicht wisse, welche Grabart sich künftig stärker durchsetze, habe sie variabel geplant.

Flexibilität vorhanden

Im alten Friedhofsteil könne sie sich noch etwas mehr Grün vorstellen, sagte die Planerin. Wie Bürgermeister Bernd Heinzelmann ergänzte, gebe es in der Gemeinde mit dem Friedhof und dem Friedwald jeweils im Ortsteil Kaltbrunn zwei weitere Gottesäcker. Dadurch biete die Gemeinde eine anspruchsvolle Friedhofkultur. Sie bewege sich auf sicherem Terrain und verfüge über eine gewisse Flexibilität.

Stationsweises Vorgehen

Mit kalkulierten Kosten von circa 205 000 Euro einschließlich Aussegnungshalle und Schutzmauer zur Hangseite sei das Vorhaben zwar nicht ganz billig. Allerdings könne die Umsetzung situationsbedingt ohnehin nur in Etappen geschehen. In einem ersten Schritt werde der Bauhof einen ersten kleinen Teilabschnitt in Anschluss der bisher überplanten Fläche in Eigenregie verwirklichen, erläuterte der Bürgermeister. Die Bedenken von Rat Willi Intraschak (CDU), durch die beabsichtigte Vorgehensweise fehlten im oberen Bereich die Urnenrasengräber, teilte die Architektin nicht. "Wir können im Prinzip überall alles anbieten. Es sollte aber auf eine bestimmte Struktur geachtet werden, um sich nicht zu verzetteln", riet Siegmund.

Rat Stefan Maier (CDU) erinnerte an das primäre Ziel, künftig Urnenrasengräber unterbreiten zu können. "Das wäre die erste Etappe, mit der wir beginnen sollten." Dies sah auch Rats- und Parteikollege Michael Rempp so. Rat Stefan Mäntele (Freie Wähler) bat darum, den Standort der Aussegnungshalle aufgrund von Verkehrslärm von der naheliegenden Hauptstraße zu prüfen. Bei vorbei fahrendem Schwerlastverkehr, argumentierte Heinzelmann, stünde jeder Platz infrage.

Rat Werner Kaufmann (CDU) verwies auf die langsam zur Neige gehenden Urnenwahlgräber. Wenn im oberen Friedhofsteil begonnen werde, fehlten diese bald. Diese Befürchtung teilte der Bürgermeister nicht, versprach aber, sich mit der Planerin nochmals auszutauschen.

Im neuen Friedhofsteil in Schenkenzell sollen für Erdbestattung 90 Wahlgräber (einfach und doppelt) und 54 Rasenreihengräber (doppelt tief) geplant werden. Für die Feuerbestattung sind 88 Urnenwahlgräber, 60 Urnenrasengräber und 46 Gärtner gepflegte Grabflächen vorgesehen.

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