Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schenkenzell Erdrutsch und volle Keller nach Gewitter

Von
Zahlreiche Häuser und Keller liefen in Schenkenzell voll –­ mit Wasser, teils auch mit Geröll. Foto: Rath

Schenkenzell - Ein Gewitter mit sintflutartigem Regen und Hagel hat am Montagabend Schenkenzell heimgesucht. Mehrere Erdrutsche gingen ab. Zahlreiche Häuser und Keller liefen voll –­ mit Wasser, teils auch mit Geröll.

Das Unwetter entlud sich kurz nach 17 Uhr über dem Ort und im Kinzigtal Richtung Alpirsbach. Es war offenbar nur lokal, aber dafür umso heftiger. "Wir konnten anfangs nicht mehr weiterfahren, weil man nichts mehr sehen konnte. Der Verkehr stand komplett", sagte Jochen Sum, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Schenkenzell.

Kurze Zeit später verwandelten sich Teile des Orts in eine Seenlandschaft. Augenzeugen berichten, so heftig sei es seit dem Unwetter von 1990 nicht mehr gewesen. Die Kinzig blieb zwar in ihrem Bett, aber die Kanalisation lief über. Ein vollständiges Schadensausmaß war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Laut Sum hatten die Feuerwehren 15 bis 20 Einsatzstellen. Die Einsatzkräfte pumpten Gebäude aus.

Schlimm getroffen hat es unter anderem die Gaststätte Waldblick. Der Gastraum stand fast 40 Zentimeter tief unter Wasser. Hinter dem Betriebsgelände von Duravit ging ein Hangrutsch nieder. Wasser, Geröll und Jauche fluteten Keller und Erdgeschoss des Werks. Auf der gegenüberliegenden Talseite türmte sich Augenzeugen zufolge Erde hüfthoch an einem Gehöft am Hang.

Der Sachschaden dürfte beträchtlich sein. Menschen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr Schenkenzell war mit rund 50 Helfern komplett im Einsatz. Aus Schiltach eilten weitere 25 Kräfte mit Fahrzeugen zu Hilfe. Die Kreisfeuerwehr entsandte Spezialtrupps mit Einsatzmaterial für Hochwasserschäden, etwa Pumpen und Sandsäcke. Sie waren viele Stunden im Einsatz. Noch am Abend glichen einige Hänge einer Winterlandschaft – flächendeckend weiß von Hagelkörnern.

 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Karin Zeger

Fax: 07422 9493-18
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.