Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schenkenzell Anwohner beschweren sich über Motorradlärm

Von
Diskutieren über Motorradlärm und Fahrverbote: Brigitte Kilgus vom Hotel Waldblick, Schenkenzells Bürgermeister Bernd Heinzelmann und Landtagsabgeordneter Daniel Karrais (rechts). Foto: Büro Karrais Foto: Schwarzwälder Bote

Schenkenzell. Motorradlärm und Fahrverbote –­ diese Themen haben bei einem Besuch von Daniel Karrais in Schenkenzell im Mittelpunkt gestanden. Der FDP-Landtagsabgeordnete unterhielt sich mit Bürgermeister Bernd Heinzelmann und Familie Kilgus, Betreiber des Hotels Waldblick.

"Unser Hotel ist schon seit jeher Anlaufstelle für Motorradfahrer", erklärte Brigitte Kilgus hinsichtlich der Lage in Schenkenzell, das an einer beliebten Motorradstrecke liege. Ihre Familie fahre selbst Motorrad und wisse, wie wenig willkommen die Zweiradfahrer in manchen Hotels und Restaurants seien. Darum hätte die Familie den Entschluss gefasst, die gute Lage zu nutzen und ein Angebot für Reisende mit dem Motorrad zu machen. Dieses Konzept gehe auf.

Bürgermeister Heinzelmann beschrieb die Lage in Schenkenzell vor allem aus der Sicht der Anwohner, von denen er regelmäßig Feedback bekomme: "Der Motorradverkehr auf der L405 nahm in der Vergangenheit deutlich zu. Die Anwohner beschweren sich des Öfteren über Lärmbelästigungen." Bei gutem Wetter höre man ungefähr jede halbe Stunde eine Gruppe Biker auf der Fahrt durch die Gemeinde.

Karrais hatte sich in einer kleinen Anfrage zum Thema Motorrad-Kontrollen im Landkreis Rottweil an die Landesregierung gewandt. Diese ergab ebenfalls, dass die L 405 aufgrund der Lärmproblematik in das Kontrollkonzept der Polizei mitaufgenommen wurde, nachdem sich die Gemeinde dafür eingesetzt hatte. Auf Grundlage des derzeitigen Lagebilds sei eine weitere Intensivierung der Kontrolltätigkeiten jedoch nicht vorgesehen, heißt es in der Antwort des Innenministeriums.

Für Brigitte Kilgus steht fest: "Den wenigsten Motorradfahrern geht es darum, laut zu sein oder gar jemanden zu stören. Doch leider gibt es, wie fast überall, einige wenige schwarze Schafe, was allerdings dazu führt, dass das Motorradfahren an sich in Verruf gerät." Heinzelmann überlege laut Mitteilung mittlerweile, ob sich die Gemeinde der Initiative Motorradlärm von Land und Kommunen anschließe. Dieser sind bereits mehr als 120 Kommunen beigetreten, darunter die Stadt Schramberg. "Ein Vorteil durch die Mitgliedschaft wäre, dass die Gemeinde einen Zuschuss zur Anschaffung eines Lärmmessgeräts erhalten kann, um selbst zu messen", so Heinzelmann. Das alleine könne aber nicht die Lösung sein. So hat die Gemeinde als Kurort seit Juli nun Tempo 40 eingeführt (wir berichteten). Dies sei der erste Schritt in die richtige Richtung, erklärte der Bürgermeister.

In einer Sache sind sich die drei Gesprächspartner einig: Streckenbezogene Fahrverbote für Motorräder, wie von Verkehrsminister Winfried Hermann vorgeschlagen, seien nicht die Lösung. Die Politik müsse "das Problem des teilweise übermäßigen Lärms ernst nehmen. Nichtsdestotrotz sind Maßnahmen, die auf eine undifferenzierte Verunglimpfung aller Motorradfahrer zielen, vollkommen unangemessen", so Karrais über Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen. Man müsse vielmehr über die Hersteller gehen und die Regularien für die zulässigen Lärmemissionen angehen. Auch Schwerpunktkontrollen in besonders betroffenen Gebieten seien eine gute Möglichkeit, um auf unangepasste Fahrweisen und illegale Individualisierungen Einfluss zu nehmen.

Artikel bewerten
2
loading

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.