Die Familie Rappenecker sorgt in Empfingen für gute Unterhaltung, von links: Celine, Andreas, Noah, Saskia und Kevin Rappenecker. Foto: Baiker

Andreas Rappenecker freut sich, dass er, seine Familie und Mitarbeiter, aber auch die Besucher seit Beginn der Corona-Pandemie von dieser verschont geblieben sind.

Empfingen - Aktuell findet wieder auf dem Festplatz in Empfingen ein Herbstfest statt mit mehreren Fahrgeschäften der Schaustellerfamilie Rappenecker. Der Schwarzwälder Bote hatte Gelegenheit mit Andreas Rappenecker zu sprechen. Dabei ging es vor allem darum, wie er die Pandemie erlebt, aber auch überstanden hat.

Andreas Rappenecker gefällt es in Empfingen sehr, und er ist mit der Besucherzahl sehr zufrieden. Er schätz dass zwischen 500 und 1500 Besucher auf den Park kommen. Rappenecker möchte zukünftig im Jahr zweimal nach Empfingen kommen, im Frühjahr und im Herbst.

Hygienekonzept entwickelt

Die Pandemie hat dem Schaustellergeschäft Rappenecker sehr zugesetzt. Er erinnert sich noch, dass ihn im März 2020 die Nachricht ereilte, dass er nicht mehr aufbauen darf. Er hatte Glück, dass er gerade keinen aktuellen Betrieb hatte.

Im September 2020 durfte er in Empfingen erstmals wieder aufbauen. Er war damals das einzige Fahrgeschäft in der Region, das dies durfte. Inzwischen ist er zum dritten Mal in Empfingen.

Um durch die Pandemie zu kommen, hat Rappenecker ein Hygienekonzept entwickelt. Dies legt er immer den Städten und Gemeinden vor, zu denen er kommen will. Bisher hatte er das Glück, dass dieses Konzept akzeptiert wird, sozusagen genehmigt wurde, wie geschrieben. Für Rappenecker ist es wichtig, dass er seine Feste ohne eine Einzäunung machen kann, denn dies würde immer viele Besucher abschrecken. Von seinen Schaustellerkollegen wird er öfters gefragt, wie er dies erreiche.

Ein Festzelt darf Rappenecker nicht aufstellen, denn dies bedeute einen geschlossenen Raum. In einige Gemeinden musste Rappenecker die Gäste registrieren, was ohne Murren akzeptiert wurde. Rappenecker arbeitete auch mit Listen und Stempeln. Das heißt: Ohne Stempel gab es keinen Zutritt zu den Fahrgeschäften.

Hoffnung auf die kommenden Weihnachtsmärkte

Den Schaustellerbetrieb Rappenecker gibt es in der fünften Generation, wobei die sechste auch schon da ist und demnächst Verstärkung bekommt.

Andreas Rappenecker hilft eigentlich nur noch aus und bringt seine Erfahrungen ein. Er sieht sich als Mitläufer. Der Schaustellerbetrieb gehört inzwischen seiner Tochter Celine. Der Schaustellerbetrieb ist ein echter Familienbetrieb, in dem auch Verwandte engagiert sind.

Andreas Rappenecker ist sehr optimistisch, dass es ab dem nächstem Jahr wieder ganz normal läuft. Aktuell hat er viel Hoffnung auf die kommenden Weihnachtsmärkte, bei denen er auch präsent ist, hauptsächlich durch den Verkauf von Süßigkeiten wie Mandeln und mit einem Kinderkarussell.

Das jetzige Herbstfest läuft noch vom 21. bis 24. Oktober und vom 28. bis 31. Oktober. Donnerstags beginnt es um 18 Uhr, freitags um 16 Uhr, samstags bereits um 14 Uhr und sonntags schon um 11 Uhr.

Für jeden ist etwas dabei: Wurfpfeile auf Luftballons werfen, Tornado, Kinderkarussell, Kinderflieger, Schießstand, Glückspalast, Dosenwerfen, Imbiss und mehr.