Schauspieler Sebastian Bezzel in Berlin. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Spaßbäder mag er gar nicht. Schauspieler Sebastina Bezzel liebt die Freibäder seiner Kindheit. Demnächst ist er in der Komödie «Beckenrand Sheriff» zu sehen.

Berlin - Schauspieler Sebastian Bezzel (50) hofft darauf, dass viele altmodische Freibäder überleben werden. Gerade auf dem Land seien sie ein wichtiges soziales Auffangbecken, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Bezzel ist derzeit im Kinofilm "Kaiserschmarrndrama" zu sehen und demnächst in die Komödie "Beckenrand Sheriff", darin geht es um die Zukunft eines Freibads.

Es sei eine tolle Idee, das als Schauplatz einer ernsten Komödie zu nutzen, sagte Bezzel, der aus Bayern stammt und heute in Hamburg lebt. Er habe seine Jugend auch im Freibad verbracht. "Du gehst erst als Kind hin, willst schwimmen lernen. Dann kannst du schwimmen. Dann ist irgendwann der Sprungturm das Interessanteste."

Dann komme man in ein Alter, in dem auf einmal junge Damen im Badeanzug oder Bikini interessant seien. Und die Frage: "Wie kriege ich jetzt Kontakt dahin?" Später schließt sich der Kreis - mittlerweile gehe ein Freund, mit dem er früher schwimmen gewesen sei, mit seiner Tochter in das Freibad in Garmisch, sagte Bezzel.

Das sei eben etwas anderes als diese Event-Spaß-Bäder mit irgendwelchen Monsterrutschen, wo man dann aber auch immer gleich 30 Euro Eintritt zahlen müsse, sagte Bezzel. Freibad sei eine total schöne Erfindung, um auf einfachste Art einen Nachmittag Urlaub haben zu können. Die müsse es auch weiterhin geben.

Das Freibad bedeute Freiheit und trotzdem gebe es ein paar Regeln einzuhalten. Und natürlich gebe es immer Struggle mit dem Bademeister, der sage: "Nicht vom Beckenrand springen!". Man tue es trotzdem und wenn man erwischt werde, könne es sein, dass man auch mal rausfliegt aus dem Bad. "Das ist ja das Tolle daran: Da lernt man so irgendwie das Leben und die Gesellschaft."

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