Spuren am "Tatort": Die Spuren an der Umzäunung lassen darauf schließen, dass sich der Räuber unter dem Zaun um die Baumschule durchgegraben hatte. Foto: Prutzschke

Nach dem Riss von sechs Schafen in Seewald hat die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) die Untersuchungen aufgenommen.

Seewald-Göttelfingen - Die FVA bestätigt den Fund der getöteten und zwei weiteren verletzten Herdentiere. Der Vorfall war am Sonntag gemeldet worden. Das Rissbild deutet laut FVA darauf hin, dass ein Wolf die Schafe getötet haben könnte. Derzeit könnten die Fachleute der FVA aber auch einen Hund als Angreifer nicht ausschließen.

Verbände sind informiert

Der Wildtierbeauftragte des Landkreises Freudenstadt habe die Situation vor Ort dokumentiert. Die genetischen Proben würden am Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik untersucht. Die Gemeinde Seewald liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald. Die Verbände der Koordinationsgruppe "Wolf" sowie die Wildtierbeauftragten der Region seien über den Vorfall informiert. Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden. Kontakt: info@wildtiermonitoring.de oder Telefon 0761/401 82 74.

"Tatort" Christbaumkultur

Wie berichtet, gehören die Tiere der Familie Bier, die in Göttelfingen eine Christbaum-Kultur bewirtschaftet. Die 18 Tiere der Herde, Shropshire-Schafe, pflegen die Fläche der Baumschule, in dem sie das Gras zwischen den Nadelbäumen fressen.

Zuletzt hatte es Ziegen- und Schafsrisse auf Gemarkung Baiersbronn gegeben. Untersuchungen des Schafkadavers, der am 23. Mai dort gefunden wurde, ging nachweislich auf das Konto des Wolfsrüden "GW852m".