Noch keine Kunst am Bau: Im neuen Kreisverkehr hat die Baufirma Baggerzubehör gelagert. Aber langsam nimmt er Form an. Foto: Jens Wursthorn

Die Arbeiten an der Schaffhauser Straße sind fast abgeschlossen. Alle Beteiligten sind mit dem bisher Erreichtem zufrieden.

Auf der Baustelle an der Schaffhauser Straße geht es voran. Seit Montag sind die Brücke und der Kreisel so weit fertig, dass mittels Ampelregelung der öffentliche Nahverkehr, Schulbusse sowie die Rettungsfahrzeuge von Polizei, Deutschem Roten Kreuz und Feuerwehr diesen Streckenabschnitt wieder befahren können.

 

Zuletzt bekam die erweiterte Bregbrücke noch eine 220 Grad heiße Schutzschicht verpasst. Bei den warmen Temperaturen tagsüber sei das für den Arbeitstrupp eine schweißtreibende Arbeit gewesen. Fast fertiggestellt seien die Kappen der Fußgängerbrücke, die erneuert würden, sagte Bürgermeister Michael Kollmeier bei einem Ortstermin. Ein paar Meter neben der Brücke sei schon offensichtlich, dass sich die Verkehrssituation verbessert hat, nämlich an der Kreuzung Dögginger Straße/Schaffhauser Straße, so Stadtbaumeister Thilo Mayer. Dieser Effekt werde auch bei der Einfahrt Bräunlinger Straße erreicht. So sei die Einfahrt erweitert worden, was gerade für Lastwagen von großem Vorteil sein werde. Während die Lastwagen nun Richtung Bräunlingen abbiegen, könne der Verkehr nach Hüfingen ungehindert weiterfließen, sagt Mayer.

Im Oktober soll Projekt abgeschlossen sein

In der letzten Projektphase, so Mayer, müsse weiterhin die Umleitungsstrecke genutzt werden, freie Fahrt werde nur den Bussen 900 und 910 und Notdiensten gewährt. Im Oktober, so die Ankündigung, werde das Projekt abgeschlossen. Es liege im Zeit- und Kostenplan. Zufrieden zeigen sich die Verantwortlichen mit dem bisher Erreichten. „Wir haben einen enormen Fortschritt gemacht, auch Dank an die Straßenbauarbeiter, die auch in den Ferien immer im Einsatz waren“, lobt Kollmeier.Der politische Weg sei nicht einfach gewesen, doch schon jetzt zeige sich die optimale Lösung, die hier gelungen sei. „Noch ist das zukunftsorientierte Straßenprojekt nicht fertig, doch Stück für Stück geht es vorwärts“, so Kollmeier. Zufrieden zeigt er sich mit dem Zeitplan. Die 300 Meter lange Baustelle in den Sommer zu legen, sei optimal gewesen. Zwar habe es Einschränkungen für den Verkehr gegeben, doch habe man versucht, diese so gering wie möglich zu halten. Auch das Weinhaus Baum ist inzwischen wieder über die Dögginger und Schaffhauser Straße anfahrbar.

Die Bauarbeiter gehen beherzt ans Werk: Henry Schröder (von links) Jozo Miloloza und Pierre Bawayo setzen auf der Großbaustelle Schaffhauser Straße Randsteine. Foto: Jens Wursthorn
Erich Lafera (von links), Michael Kollmeier und Thilo Mayer auf der Baustelle. Foto: Jens Wursthorn

Die größte Herausforderung bei diesem Großprojekt sei aber die Lage der Baustelle gewesen. Denn die Bregbrücke und die Abzweigung nach Bräunlingen an der Schaffhauser Straße, wo jetzt der neue Kreisel entsteht, bildeten zweifelsfrei die verkehrsreichste Stelle im Stadtgebiet. Am Ende werde die Baumaßnahme nicht nur den Verkehrsfluss des motorisierten Verkehrs erhöhen, sondern auch Verbesserungen für Radfahrer bringen. Der neue Radweg werde künftig durchgehend vom Ortseingang bis in die Innenstadt führen. Bisher endete er beim Geschäft Reifen-Zipfel. Wenn der Straßenbau beendet ist, müssen auch die Nebenflächen wie Radweg oder Fußgängerweg noch fertiggestellt werden.

Die Sanierung

Das Straßenprojekt mit einem Kostenvolumen von 1,38 Millionen Euro finanziert die Stadt Hüfingen selbst. Lediglich die Bregbrücke (gehört dem Land Baden-Württemberg) und ein Teil des Straßenbelags (Bundes-/Landstraße) werden vom Land Baden-Württemberg als Eigentümer finanziert. Erste Diskussionen im Hüfinger Gemeinderat über die künftige Gestaltung der Schaffhauser Straße gab es schon im Jahr 2014. In den bisherigen Bauabschnitten, die in den Jahren 2018 und 2020 anstanden, ging es bei der Sanierung unter anderem um eine Reduzierung der Fahrbahnbreite, um in der Folge den Geh- und Radweg verbreitern zu können.