Beim Tausch der Ortsschilder: Dennis Kürschner vom Baubetriebshof (von links), Hartmut Ostertag, Kassier bei den Schäferlauffreunden, Vorsitzender Eberhard Fiedler und Bürgermeister Ulrich Bünger Foto: Geisel

Pünktlich zum Jahresbeginn fand in Wildberg eine von mehreren Aktionen im Schäferlauf-Jubiläumsjahr statt: Die Zusatzbezeichnung "Schäferlaufstadt" ist nun auf Ortsschildern verewigt.

Wildberg - Vergangenes Jahr erhielt die Stadt Wildberg die Urkunde zum Tragen der offiziellen Zusatzbezeichnung "Schäferlaufstadt". Dieses prägende Alleinstellungsmerkmal ist zwischenzeitlich auch auf zehn Schildern an den Ortseingängen zur Kernstadt zu lesen.

Die drei im staatlichen Eigentum waren bereits vergangenes Jahr durch den Landkreis getauscht worden, Anfang diesen Jahres hängte der Wildberger Baubetriebshof das letzte der sieben städtischen Schilder auf.

In diesem Jahr hat zudem das Jubiläumsjahr des Schäferlaufs begonnen. 300 Jahre Heimat- und Brauchtumsfest – da dürfen die Bürger sicher sein, dass dies nur eine der ersten von mehreren Aktionen im Zusammenhang mit dem Schäferlauf sein wird. Ein Datum können sich Interessierte schon jetzt im Kalender anstreichen: Am 26. Juli wird der Festakt gefeiert. An diesem Tag ist es genau 300 Jahre her, dass der erste Schäferlauf stattfand.

Nur drei Wochen Planung

Am 5. Juli 1723 schrieb Herzog Eberhard Ludwig an seinen Keller Assum (ein Verwalter), dass der Schäferlauf eine neue Form annehmen wird und es künftig zur Hauptlade in Markgröningen noch Nebenladen geben wird – in Wildberg, Bad Urach und Heidenheim. Bereits am 4. August 1723 erstattete der Keller Assum seinem Landesherrn Bericht über den Verlauf des ersten Wildberger Schäferlaufs. Es dauerte also gerade einmal drei Wochen von der Anordnung bis zur Umsetzung.

Wer mit der heutigen Organisation vertraut ist, der staunt, wie schnell dies vonstatten ging – und das ohne moderne technische Hilfsmittel. "Man wünscht sich manchmal, dass manche Vorgänge noch heute so schnell abgehandelt werden könnten", stellt Bürgermeister Ulrich Bünger fest. "Was waren das noch für Zeiten."

Alte Schilder werden versteigert

Die Kosten für die Umrüstung haben sich die Stadt Wildberg und die Schäferlauffreunde Wildberg – von welchen auch die Anregung zum Antrag auf die Zusatzbezeichnung kam – hälftig geteilt.

Der Verein wird sich nun auch der sieben alten Schilder mit der ehemaligen Zusatzbezeichnung "staatlich anerkannter Luftkurort" annehmen. Die sollen an die sieben Meistbietenden versteigert werden. Wer ein Gebot abgeben möchte, kann dies bis zum 1. Februar per E-Mail an mail@schaeferlauffreunde-wildberg.de tun.